Werkzeugmaschinen Rundschleifen erfordert hohe Flexibilität und Steifigkeit

Redakteur: Frank Fladerer

Nach der gängigen generellen Unterteilung beim Rundschleifen unterscheidet man das Außenrundschleifen von Zylindern und Flächen am Außendurchmesser zylindrischer Teile sowie das Innenrundschleifen

Anbieter zum Thema

Nach der gängigen generellen Unterteilung beim Rundschleifen unterscheidet man das Außenrundschleifen von Zylindern und Flächen am Außendurchmesser zylindrischer Teile sowie das Innenrundschleifen von Bohrungen oder Flächen am Innendurchmesser zylindrischer Teile. Eine Maschine, die beide Rundschleif-Arten abdecken will, benötigt vor dem Hintergrund des breiten Produktspektrums eine hohe Flexibilität und viel technisches Know-how (Bild 1).

Typische Werkstücke für die Anwendung des Rundschleifens sind Wellen für Elektromotoren, Pumpenzahnräder, alle Arten von Plastikspritzformen, Führungsdorne und Werkzeugaufnahmen. Eine wirtschaftliche Komponente kommt hinzu, wenn zusätzlich in einer Aufspannung bearbeitet werden soll.

Ein Beispiel für eine Universal-Rundschleifmaschine ist die S31 von Studer (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Die kompakte CNC-Schleifmaschine wurde zum Außen- und Innenschleifen von mittelgroßen Werkstücken in einer Aufspannung konzipiert. Die Anwendungen reichen von der Einzelteil- über die Klein- bis zur Großserienfertigung und das Anwenderspektrum geht vom Lohnfertiger bis zum Automobilzulieferer.

Die erforderliche Flexibilität erhält die Rundschleifmaschine durch einen modularen Aufbau, der die Anpassung an die jeweiligen Anforderungen eines Bearbeitungsprozesses ermöglicht. Basis für eine hohe Genauigkeit über Jahre hinweg ist das Maschinenbett – das gilt für das Schleifen noch stärker als bei allen anderen Arten von Werkzeugmaschinen.

Rundschleifen mit Maschinenbett aus massivem Granitan

Bei der S31 kommt ein Maschinenbett aus massivem Granitan zum Einsatz, einem von Studer selbst entwickelten Mineralguss, der sich bereits bei anderen Maschinen bewährt hat. Nach Angaben des Herstellers verfügt der Werkstoff über ein sehr gutes Dämpfungsverhalten, das eine hohe Oberflächenqualität der geschliffenen Teile nach sich zieht.

Durch die gute Dämpfung des Maschinenbetts erhöht sich zudem die Standzeit der Schleifscheibe, wodurch die Nebenzeiten sinken. Kurzfristige Temperaturschwankungen beim Rundschleifen sollen durch das günstige thermische Verhalten von Granitan weitgehend ausgeglichen werden, wodurch eine hohe Maßhaltigkeit unterstützt wird.

Für die Längs- und Querschlitten kommen V- und Flachbahnführungen zum Einsatz, die direkt im Maschinenbett abgeformt und mit dem abriebfesten Gleitbahnbelag Granitan S200 beschichtet sind. Eine patentierte Oberflächenstruktur soll bei den Führungen das Aufschwimmen der Schlitten sowie den Stick-Slip-Effekt konventioneller Führungen vermeiden.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:255287)