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Was können Maschinensteuerung und Programmiersoftware zur Produktivitätssteigerung beitragen?
Biermann: Der Einsatz neuester NC-Steuerungen in Verbindung mit den Fähigkeiten neuer Simulationssoftware spielt für die flexible Verwendung moderner Schleifmaschinen eine maßgebliche Rolle. Für die Freiformflächenbearbeitung, wie beispielsweise im Formen- und Gesenkbau, zur Erzeugung höchster Genauigkeiten und Oberflächenqualitäten ergeben sich durch fünfachsig durchgeführte Schleifprozesse vielseitige neue Möglichkeiten und Vorteile.
Dies wirkt sich natürlich auch auf die Weiterentwicklung und die Ausnutzung der Potenziale neuer Schleifmaschinen aus. Wie die Entwicklung im Bereich der Fräsbearbeitung gezeigt hat, ist dem Einsatz von Simulationssoftware und CAD/CAM-Systemen zur Prozessplanung und Bahngenerierung dabei ein besonders hohes Potenzial zuzumessen.
Ein Forschungsgebiet Ihres Instituts ist die Weiterentwicklung und Optimierung des Schleifprozesses. Welche Projekte werden derzeit vorangetrieben?
Biermann: Die derzeitigen Forschungsprojekte der Abteilung „Schleiftechnologie“ des ISF umfassen die Herstellung von Zerspanwerkzeugen, die Bearbeitung von Sonderwerkstoffen sowie die Rund- und Freiformflächenbearbeitung. Daneben stellen die Modellierung von Schleifprozessen und die Erstellung von Prozesssimulationen sowohl durch kommerzielle Software als auch durch eigens entwickelte Systeme ein ständiges Arbeitsfeld dar.
Derzeitige Forschungsarbeiten zum Werkzeugschleifen befassen sich mit der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Schleifens von Hartmetall am Beispiel von Bohrernuten sowie der Entwicklung von Schleifprozessen für Verbundwerkzeugen aus Hartmetall und hochharten Schneidstoffen wie Keramik oder CVD-Diamantdickschichten. Der Bereich der Innenrundbearbeitung am ISF umfasst neben dem klassischen Innenrundschleifen die Entwicklung und Optimierung neuartiger Verfahren wie des Innenrundschälschleifens oder des Honens auf Kombinationsmaschinen.
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