Präzisionswerkzeuge Sandvik Coromant mutiert vom Werkzeuglieferanten zum Engineering-Partner

Redakteur: Rüdiger Kroh

Verstärkt auf Werkzeug-Gesamtlösungen entlang der gesamten Produktionskette setzt der Werkzeug-Hersteller Sandvik Coromant, Düsseldorf.

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Am Ende steht zwar immer noch das Werkzeug, doch gepaart mit Bauteilkompetenz und Anwendungs-Know-how. „Wir konzentrieren uns auf die Komplettlösung“, nennt Robert Hartinger, Geschäftsführer der Sandvik Tooling Deutschland GmbH, die Zielsetzung. Eine solche Gesamtlösung umfasst verschiedene Leistungen rund um den Fertigungsprozess, Maschinen- und Materialkenntnisse, Engineeringleistungen sowie, wenn gewünscht, Zeit- und Bauteilkostenstudien sowie die Werkzeuglogistik. „So eröffnen wir unseren Kunden entlang der gesamten Produktionskette die Möglichkeit deutlicher Produktivitätsoptimierungen“, betont Hartinger.

Die neue Sichtweise, die Sandvik vermitteln will, bringt Ulrich Vennemann, Verkaufsleiter Deutschland, auf den Punkt: „Das Werkzeug ist kein Kostenverursacher, sondern ein Kostenbeeinflusser.“ In welchem Maße, konnte er auch belegen. „In Deutschland hat Sandvik für seine Kunden im vergangenen Jahr nachweislich Einsparungen von über 23 Mio. Euro erzielt.“

So sieht sich das schwedische Unternehmen auch sehr gut aufgestellt, um die Krise erfolgreich zu bewältigen. „Wir haben 2008 mit einem Umsatzplus von 11% das beste Ergebnis unserer Geschichte erzielt“, so der Sandvik-Deutschland-Chef, „das gibt uns Rückenwind.“ Nach Einschätzung von Hartinger ist der Tiefpunkt der Krise erreicht. „Wir erwarten, dass es nach dem Sommer besser wird und das vierte Quartal einen leichten Anstieg bringt.“ Dennoch rechnet er für das laufende Jahr in Deutschland mit einem Umsatzrückgang zwischen 27 und 38%. Für 2010 prognostiziert Hartinger „normales Wachstum“.

Mit der Windenergie und der Luft- und Raumfahrt hat Sandvik Deutschland zwei Zukunftsmärkte definiert. „Deshalb richten wir den Fokus gezielt auf diese Segmente“, erklärt Axel Küpper, Leiter Business Development. Der Windanlagensektor sei in den vergangenen beiden Jahren jeweils um über 25% gewachsen und werde selbst 2009 noch zulegen. Das Zerspanungspotenzial werde von derzeit 92 auf 557 Mio. Euro in 2020 anwachsen.

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