Großteilezerspanung

Schiess baut gigantisches Bearbeitungszentrum für Siempelkamp

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Mühlenböden und -teller sind keine komplexen Bauteile, aber durch ihr Gewicht und ihre Dimensionen schwierig in der Handhabung. Im Produktionsalltag ist deshalb eine exakte Be- und Entladung ebenso wichtig wie ein vergleichsweise geringer technischer Aufwand für die Bewegungen in der Maschine. Durch die Einständerbauweise braucht die Anlage nicht nur weitaus weniger Platz als eine vergleichbare Portalmaschine in Gantry-Bauweise.

Sie vereinfacht außerdem die Be- und Entladung sowie das Endabnahmeverfahren. Die Planscheibe liegt offen und der Kran hat einen umfassenden Zugriff auf die Werkstücke. Während bei einer Gantry-Bauweise die Produkte zur Schlusskontrolle aus der Maschine herausgefahren werden müssen, kann diese hier direkt auf der Maschine stattfinden.

Einständerbauweise verringert den Platzbedarf beträchtlich

Die Größe der Maschine und damit auch die der Halle, in der sie steht, hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Betriebskosten, da Gussteile sich thermisch reaktiv verhalten. Sie reagieren auf Temperaturschwankungen und sollten somit nur in entsprechend klimatisierten Räumen bearbeitet werden. Mit dem Platzbedarf und der Hallengröße steigen daher auch die Energiekosten.

Während in der Vorzerspanung Temperaturunterschiede noch tolerierbar sind, findet die Endbearbeitung der Werkstücke nachts statt. Nur dann ist es möglich überall – vom Hallenboden bis unter die Decke – die gleichen Umgebungsbedingungen herzustellen. Grundsätzlich arbeitet die Maschine mit einem speziellen Temperaturregime in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur am Aufstellort.

(ID:35257780)