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Halb so schwer und designerisch interessant
Der Reiz, Abgasblenden aus einem Thermoplast zu fertigen, liege darin, dass sie im Vergleich zu Konstruktionen aus Stahlblech um bis zu 50 %weniger wiegen. Außerdem ist der Kunststoff gut formbar. So ließen sich leichter engere Radien und 3D-Geometrien verwirklichen als es mit Stahlblech möglich wäre. Hinzu kommt die größere Designfreiheit in puncto Farbe und Funktionsintegration, wie es heißt. Beispielsweise wäre es möglich, LEDs zu integrieren, um die Abgasblende durch Lichteffekte in Kombination mit selektiver 2K-Galvanik oder mit Gerhardi-Strukturchrom optisch aufzuwerten.
„Zusätzlich zu diesen Vorteilen ergeben sich durch den Spritzguss deutlich geringere Herstellkosten im Vergleich zum Stahlblech. Zum Beispiel entfallen aufwändige Schweißschritte und das komplexe Umformen von Stahlblech“, erklärt Dirk Kieslich, Leiter Produkt- und Verfahrensentwicklung sowie Patentmanagement bei Gerhardi, der die Entwicklung der Abgasblende aus Kunststoff initiiert hat.
Weitere „scharfe“ Ideen könnten verwirklicht werden
Das neue Blendmaterial zeichne sich durch hohe Zähigkeit, Festigkeit und Steifigkeit über einen breiten Temperaturanwendungsbereich aus. Die im Galvanisierprozess aufgebrachte dünne Metallschicht hafte fest auf der Kunststoffoberfläche. Walter Köppchen: „Die Kunststoffblende übersteht problemlos die für Automobil-Bauteile dieser Art wichtigen Wärmelagerungs- und Gitterschnitt-Tests.“
Weitere potenzielle „heiße“ Anwendungen im Automobilbau sind zum Beispiel unter der Motorhaube optisch sichtbare, galvanisierte Bauteile wie Logos, Embleme, Schriftzüge und Abdeckungen. Auch in der Elektrotechnik und Elektronik sieht Walter Köppchen gute Einsatzchancen – so etwa in der Fertigung von verchromten Blenden, Zierleisten und Lüftungsgittern.
Covestro-Experten stehen mit Rat und Tat zur Seite
Covestro unterstützt Entwicklungspartner im Rahmen von Projekten zu galvanisierbaren Bauteilen mit einem zielgerichteten Service. Dazu zählen unter anderem rheologische Berechnungen, um zum Beispiel den Bauteilverzug zu minimieren und Fließnähte in nicht sichtbare Bereiche zu verlegen. Außerdem leisten Covestro-Experten Hilfe beim kunststoffgerechten Design des Spritzgießwerkzeugs. „Beides hat entscheidenden Einfluss auf eine fehlerlose Galvanisierbarkeit des Spritzgussteils“, so Walter Köppchen.
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