Die Zeit drängt! Schlingernde Meyer Werft braucht dringend frisches Geld

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Die Leitung der um ihre Existenz kämpfenden Meyer Werft sieht zwar Zukunftschancen für das Unternehmen, doch es gibt demnach noch viele Aufgaben abzuarbeiten ...

Bis es bei der Meyer Werft wieder zu prächtigen Stapelläufen kommt, müssen noch einige Untiefen umschifft werden, hat die dpa erfahren. Vor allem braucht die ins Schlingern gekommene Werft dringend eine Finanzsspritze ...(Bild:  dpa)
Bis es bei der Meyer Werft wieder zu prächtigen Stapelläufen kommt, müssen noch einige Untiefen umschifft werden, hat die dpa erfahren. Vor allem braucht die ins Schlingern gekommene Werft dringend eine Finanzsspritze ...
(Bild: dpa)

Die Beratungsfirma Deloitte hatte laut Aussage der Meyer Werft in einem ersten Entwurf für die Sanierung eine positive Prognose in Aussicht gestellt. Möglichst bis Ende August soll die finale Fassung vorliegen. Doch bis dahin müssten noch zahlreiche Dinge auf den Weg gebracht werden, wie die dpa erfahren hat. So müsste dringend das Ergebnis der Werft verbessert werden, denn sie habe zuletzt Verluste gemacht. Bis zum 15. September müsse das Unternehmen frisches Geld bekommen. Rund 2,5 Milliarden Euro würden für den Bau von Schiffen benötigt. Es handelt sich nach Aussage der Entscheider aber nicht um Subventionen. Vielmehr seien es übliche Kredite, um Investitionen zu tätigen. In der Branche werden üblicherweise 80 Prozent des Baupreises eines Schiffes erst bei Ablieferung gezahlt – den Bau muss die Werft also mit Krediten zwischenfinanzieren, wie man erfährt.

Banken sträuben sich gegen Finanzierung von Werften

Anfang Juli einigte sich die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat und der IG Metall auf ein Restrukturierungskonzept. Rund 340 der über 3.000 Stellen sollen demnach abgebaut werden. Bei den Banken in Deutschland herrsche aber leider inzwischen eine generelle Zurückhaltung, in den Schifffahrtssektor zu investieren. Ein Grund sei unter anderem die Krise in der Containerschifffahrt, die vor einigen Jahren grassierte. Dazu kommt, dass die Meyer Werft in den letzten Jahren nicht gerade eine Ertragsperle war, wie es weiter heißt. Die Verluste des Unternehmens seien aber im Wesentlichen eine Folge der Corona-Pandemie gewesen. Angesichts des schwierigen Umfelds sei es nun eben schwierig, eine Finanzierung für ein Unternehmen zu bekommen. Dass das Gutachten eine Perspektive für die Werft sehe, sei immerhin von den Beschäftigten mit Erleichterung aufgenommen worden, sagte Betriebsratsvorsitzender Andreas Hensen. Für den Umbau des Unternehmens werde eine Zeitspanne von drei bis vier Jahren erwartet. Bis 2028 soll die Meyer Werft also wieder in einem ruhigeren Fahrwasser sein.

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