Rohrverbindungen Schneidring mit Weichdichtung reduziert den Aufwand für die Montage

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Eine entscheidende Eigenschaft für ein gutes Rohrverbindungssystem ist die einfache Montage. Daher wurde bei der Entwicklung eines Schneidrings mit Weichdichtung für Rohrleitungen darauf großer Wert gelegt. Das Ergebnis ist ein Verbindungssystem, das ein zu tiefes Einschneiden des Schneidrings verhindert und die Lagerhaltung vereinfacht.

Anbieter zum Thema

Bei richtiger Montage sind die meisten Rohrverbindungssysteme heute leckagefrei. Sie erfüllen in der Regel alle technischen Anforderungen wie Druckbelastung und Schwingungsresistenz. Der entscheidende Unterschied zwischen den am Markt befindlichen Systemen liegt in den Montagebedingungen.

Diesem Produktmerkmal widmet man bei Eaton Walterscheid, Lohmar, besondere Aufmerksamkeit. Jüngstes Beispiel dafür ist ein Verbindungssystem, das einen Schneidring mit Weichdichtung enthält: den Walring, der als Zweischneidenring ausgeführt ist.

Zusammen mit einem Außenring ist er in eine DIN-Überwurfmutter integriert. Ein DIN-Verschraubungsstutzen und die am Markt etablierte Weichdichtung Walform plus komplettieren dieses montagegerechte Schneidringsystem.

Walring enthält Schneidring und Weichdichtung in Überwurfmutter

Mit diesem Produkt hat Eaton Walterscheid erstmals ein Schneidringsystem mit Weichdichtung am Markt eingeführt. Wie alle Schneidringsysteme lässt es sich manuell oder maschinell (gesteuerte Endmontage) montieren.

Bei der Handmontage werden Überwurfmutter und Verschraubungsstutzen im Schraubstock mit einem Standard-Montageschlüssel angezogen. Dabei kommt laut Hersteller der erste wichtige Vorteil des Schneidrings zum Tragen: Nach etwa einer bis eineinhalb Umdrehungen erfolgt ein erheblicher Kraftanstieg, der das Montageende eindeutig anzeigt.

Eine sogenannte Übermontage – ein zu tiefes Einschneiden in die Rohrleitung aufgrund eines zu großen Anzugsmoments – sei praktisch ausgeschlossen, die anschließende Montagekontrolle eindeutig und daher sicher. Nur bei korrektem Rohreinschnitt verursacht der Schneidring einen exakt bemessenen Bundaufwurf, der den Außenring auf dem Rohr festhält.

Direkte Kontrolle des Schneidring-Sitzes möglich

Sitzt der Außenring fest, ist der Schneidring hundertprozentig korrekt eingeschnitten. Das unterscheide diesen Schneidring von Wettbewerbsprodukten, die teilweise nur „indirekte“ Kontrollmerkmale hätten, heißt es.

Bei vormontierten Rohrleitungen kann die Weichdichtung bei der Endmontage aufgezogen werden. Das hat den Vorteil, dass sich seriell vormontierte Verschraubungen unabhängig von schädlichen Umwelteinflüssen einfach lagern lassen und unempfindlich gegen Staub oder mechanische Beschädigungen sind. Außerdem können Weichdichtungen in verschiedenen Werkstoffen vorgehalten und separat gelagert werden.

Für viele Anwender bedeutet das: Für den Schneidring muss nur eine Dichtung auf Vorrat gehalten werden. So lasse sich aufgrund der Möglichkeit der manuellen Montage – im Reparaturfall – an Ort und Stelle unkompliziert eine Verschraubung ersetzen. Eine Montagemaschine ist dazu nicht erforderlich.

Schulterumklammerung stützt Rohr auch bei deutlicher Übermontage ab

Ein weiterer Vorteil des Schneidrings liegt laut Hersteller in der Schulterumklammerung. Selbst bei deutlicher Übermontage werde das Rohr im Schulterbereich sauber abgestützt. Das verhindere Dauerbrüche – auch bei extremer Belastung. Eine so genannte Übermontage ist bei kleineren Rohrabmessungen eine der häufigsten Fehlerursachen.

Außerdem sind zwei Schneiden ein bewährter Standard bei Schneidringen. Als Grund dafür wird die gleichmäßige Kraftverteilung über beide Schneiden hinweg angesehen. Dadurch schneiden sie weniger tief ins Rohr. So sei ein sicherer Schutz vor dem Ausreißen gegeben – auch bei dünnwandigen Rohren.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:237206)