One-Piece-Flow-Prinzip Schnell umrüstbare Montagelinie für Produkte in kleinen Stückzahlen
Durch das One-Piece-Flow-Prinzip werden Arbeits- und Nebenzeiten reduziert, Bestände in der Produktion verringert und die Nachverfolgbarkeit des Materialflusses sichergestellt. Eine entsprechende Montagelinie lässt sich schnell umrüsten, sodass Produkte in Stückzahlen kleiner 100 abwechselnd montiert werden können.
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Bei der Zentner Elektrik-Mechanik GmbH werden in der Auftragsfertigung Produkte für die Medizintechnik und die Elektroindustrie verkaufsfertig hergestellt. Bei Seriengrößen von 500 bis 5000 Stück werden dabei sowohl Schaltschränke bestückt und verdrahtet als auch mechanische Baugruppen montiert. Um den zunehmend steigenden Ansprüchen an Wirtschaftlichkeit und Lieferzeit gerecht zu werden, hat das Unternehmen ein neues Montagekonzept gesucht.
Bisher wurde ein Montageschritt an 30 Einheiten abgearbeitet und die Erzeugnisse zwischengelagert, bevor der nächste Montageschritt durchgeführt werden konnte. Die Nachteile liegen auf der Hand: große Materialbestände in der Fertigung, sehr großer Flächenbedarf durch die Zwischenlagerung von sperrigen Teilen, lange Durchlaufzeiten und kein kontinuierlicher Materialfluss.
Vorteile der Fließfertigung und Werkstattfertigung verbunden
Bei der Suche nach einem neuen Montagekonzept wurden verschiedene Alternativen untersucht, wobei die Entscheidung am Ende einstimmig auf die One-Piece-Flow-Montage (OPF) in einer U-Linie fiel. Bei der Lösungsfindung hat ein externes Ingenieurbüro die entscheidenden Anstöße gegeben.
Der One-Piece-Flow-Ansatz wurde in Japan als Teil des weltweit tausendfach kopierten Toyota-Produktionssystems entwickelt. In den westlichen Ländern war lange Zeit die Fließband- oder Werkstattfertigung verbreitet. Beim One-Piece-Flow-Prinzip erfolgt die Montage auf in Serie hintereinander angeordneten Arbeitsstationen ohne Zwischenlager, wobei jede Einheit jede Arbeitsstation ohne Unterbrechung bis zum fertigen Endprodukt durchläuft. Auf diese Weise werden die Vorteile der Fließfertigung (optimale Arbeitsplatzgestaltung) und die Vorteile der Werkstattfertigung (hohe Flexibilität) miteinander verbunden.
OPF-Prinzip macht die Arbeit abwechslungsreicher
Die Montagelinie ist meist U-förmig aufgebaut, weil dadurch die geringsten Wege erforderlich sind. In der Linie können mehrere Werker hintereinander arbeiten. Durch das OPF-Prinzip wird die Arbeit abwechslungsreicher, die Bestände halbfertiger Erzeugnisse in der Montage werden auf nahezu null reduziert und der Materialfluss kann lückenlos nachverfolgt werden. Andere Lean-Production-Ansätze wie Kanban oder LCA (Low-Cost-Automation) können ideal mit dem OPF-Konzept verknüpft werden.
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