CAD/CAM-System

Schnelle Lieferung dank digitaler Prozesse

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Mit der Produktentwicklungssoftware NX bot Siemens die besten Möglichkeiten für die CAD/CAM-Integration und Anwendungsprogrammierung. Vor allem der offenen Ansatz übertraf die Optionen der anderen Anbieter. Zum Funktionsumfang von NX gehörten sowohl die Webintegration des JT-Datenformats als auch die NX Open API für die Programmierung und Anpassung. Im Zusammenspiel erzeugten diese Kernelemente ein offenes Umfeld, weitreichende Programmiermöglichkeiten und eine leistungsfähige CAD-Anbindung, die mit der Zeit immer wichtiger wurde.

Realisierung der Vision durch Digitalisierung

Inzwischen nutzt Youniq die Siemens-Lösung, um die konventionellen Prozesse durch End-to-End-Digitalisierung neu zu gestalten. Das Ergebnis ist ein Prozess, der den Kunden transparente Preise, direktes Feedback zur Herstellbarkeit, Veredelungsalternativen und Designänderungen bietet. Außerdem lassen sich damit Kosten und Durchlaufzeiten reduzieren. Vor allem aber verkürzt der optimierte und digitalisierte Prozess die Lieferzeiten von acht bis zwölf Wochen auf bis zu zwei Tage. Darüber hinaus ist es nicht erforderlich, dass der Kunde umfassende technische 2D-Zeichnungen anfertigt.

Das sind die Rahmenbedingungen für die Fertigung bei Youniq Machining

Eine Schlüsselfunktion der NX-Lösung, die den neu konzipierten Prozess unterstützt, ist die synchrone Modellierung, die eine direkte Bearbeitung der Bauteilgeometrie unabhängig vom CAD-Quellsystem ermöglicht. Dadurch entfällt der Aufwand, die ursprüngliche CAD-Konstruktion manuell zu ändern. Mit NX kann Youniq Machining das Teil einfach neu konstruieren und somit sicherstellen, dass alle Spezifikationen und Toleranzen den Anforderungen entsprechen.

Automatisierte NC-Programmierung mit Verarbeitung

Die Feature-basierten Bearbeitungsmöglichkeiten von NX CAM sind auch für den digitalen Datenfluss entscheidend. Sie liefern die Grundlage, um NC-Programme (numerische Steuerung) basierend auf den Features im Komponentenmodell automatisch zu erstellen. Eine Funktion namens Machine Knowledge Editor (MKE) ermöglicht es den Youniq-Ingenieuren, alle Regeln und Werkzeuge aufzuzeichnen, die bei der Bearbeitung der Eigenschaften verwendet werden. So können Informationen und Daten erfasst werden, die die automatisierte NC-Programmierung steuern.

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Mit der webbasierten Maschinenfertigung und dem automatisierten, praxisnahen Workflow konnte Youniq Machining die Markteinführungszeit von den typischen acht bis zwölf Wochen der Wettbewerber auf zwei Tage reduzieren. Das Unternehmen bietet auch zusätzliche kostengünstigere Liefermöglichkeiten an: Standardlieferungen mit fünf Werktagen und Budgetlieferungen mit 15 Werktagen.

Abhängigkeit von externen Experten verringert

Mit seinem vollständig digitalisierten Workflow erzielt Youniq Machining zudem höhere Margen als der Wettbewerb. Das ermöglicht Investitionen in zukünftige Innovationen. Zudem hat das Unternehmen die Abhängigkeit von externen Experten verringert und den Verwaltungsaufwand derart reduziert, dass es sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Mit in NX definierten und programmierten Prozessen hat das Unternehmen seine Entwicklungsprozesse vereinheitlicht und die Standardisierung seiner Produktionshardware erreicht.

In Zukunft möchte Youniq Machining seinen Kunden mehr Interaktivität in seiner Webumgebung bieten. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Toleranzen ohne 2D-Zeichnungen zu ergänzen und die manuelle Produktfreigabe durch den Einsatz fortschrittlicher Algorithmen zu umgehen. Außerdem strebt das Unternehmen die Automatisierung der Verarbeitung von Produkt- und Fertigungsinformationen (PMI-3D-Annotationen in Teilmodellen) an, um den modellbasierten Entwurf zu unterstützen und eine größere Vielfalt an Materialien anzubieten.

* Tim Leenders ist Marketing Manager bei Siemens Digital Industries Software. Weitere Informationen: Claudia Lanzinger in 60528 Frankfurt, Tel. (0 69) 48 00 52-4 04, claudia.lanzinger@siemens.com

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