Digitale Fertigungsplanung Schneller von der Konstruktion in die Produktion

Autor / Redakteur: Jörg Iske / Peter Steinmüller

Die Fertigungsplanung aufgrund von Konstruktionsentwürfen in Angriff zu nehmen, die laufend überarbeitet werden, ist eine sehr aufwändige Prozedur. Eine aktuelle Software ermöglicht die gleichzeitige Definition von Produkt und Fertigungsprozess und spart den Anwendern auf diese Weise Zeit und Geld.

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Aktuell besteht die große Herausforderung darin, den Übergang von der Entwicklung zur Produktion zu bewältigen. Liegt ein Produkt nach der Entwicklung digital vor, gelangen die Daten nicht nahtlos in den Fertigungsprozess.

Das ist eine große Schwachstelle. Um sie zu beseitigen, müsste man den Prozess, etwa für die Arbeitsvorbereitung, kennen — inklusive der Schritte dazu und der Verzweigungen.

Der Schritt in die Produktionsvorbereitung und die anschließende Fertigungsprozessplanung sind ein umfangreicher und anspruchsvoller Prozess. Üblicherweise brauchen Fertigungsunternehmen maximale Flexibilität, wenn sie über die einzusetzenden Ressourcen entscheiden müssen.

Wie wirken sich Änderungen, die in der Entwicklung vorgenommen werden, auf die Arbeitspläne und die Ressourcen aus? Oder kann man umgekehrt die Entwicklung bereits mit Blick auf die Fertigung optimieren?

Wenn eine Werkbank 5 cm kürzer wäre, könnte sie eventuell nicht nur in Russland, sondern auch in Brasilien oder in China gefertigt werden und das Unternehmen hatte mehr Flexibilität bei der Auslastung der Produktionsstätten.

Gleichzeitige Entwicklung und Fertigungsvorbereitung senken Durchlaufzeiten

Durch die Parallelisierung von Entwicklung und Fertigungsvorbereitung verkürzen sich die Durchlaufzeiten im Gesamtprozess deutlich. Zudem steigert der synchronisierte Ablauf die Qualität, weil Änderungen bereits im Vorfeld des Produktionsanlaufs vorgenommen werden und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Dadurch lassen sich enorme Kosten einsparen, denn Anlaufkosten fallen nicht nur in der Automobilindustrie an, sondern auch die mittelständische Fertigungsindustrie hat mit diesem Posten zu kämpfen. Deshalb profitiert auch der Maschinenbau enorm von der Parallelisierung von Entwicklung und Fertigung.

Spezielle PLM-Software für die Fertigungsindustrie entwickelt

Mit Windchill MPM Link (Manu-facturing Process Management) hat PTC auf Kundenwunsch eine integrale PLM-(Product-Lifecyle-Management-)Anwendung speziell für die Fertigungsindustrie entwickelt. Sie enthält die Software-Werkzeuge, die es ermöglichen, Prozessplan-Lieferbestandteile bereits parallel und nicht erst sequentiell zur Produktentwicklung digital zu verwalten.

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