Summit Product Development 2008 Schneller zu erfolgreichen neuen Produkten
Zürich (js) – Innovative Unternehmen wachsen schneller und sind erheblich profitabler als ihre Wettbewerber. Vor diesem Hintergrund fand am 7. und 8. April 2008 in Zürich der 2. Summit Product Development statt. Veranstaltet von Management Circle und der Zühlke Engineering AG als Kooperationspartner, präsentierten Experten aus dem Konsumgüter- und dem B-to-B-Bereich unter fachlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gassmann (Universität St. Gallen) internationalen F&E-Managern neue Konzepte und Best Practices, mit den man schneller zu neuen Produkten kommt.
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Deutlich wurde dabei: Auch wenn es den Königsweg zur Produktidee wahrscheinlich nicht gibt, ist doch der geniale Erfinder, der im stillen Kämmerlein einen Scoop austüftelt, ein Auslaufmodell. Am Markt erfolgreiche Innovationen sind meist Weiterentwicklungen bereits Bestehenden, wobei man sich sogar des Know-hows von Wettbewerbern bedienen kann, darf und soll: So kombinierte man beispielsweise bei Henkel eine per Lizenz erworbene Fremdentwicklung mit eigenen F&E-Ergebissen und konnte dadurch, wie Dr. Thomas Müller-Kirschbaum, Corporate Senior Vive President des Chemie- und Markenartikelgiganten, eindrucksvoll darlegte, das Thema „Geschrirrspümittel“ neu definieren.
Abschied nehmen heißt es demnach, so Prof. Gassmann in seiner Keynote, vom allseits bekannten und immer noch weit verbreiteten Not-Invented-Here-Syndrom. Innovative und expandierende Unternehmen setzen vielmehr auf Netzwerke, greifen Ideen anderer Marktteilnehmer auf und scheuen sich nicht, bei der Produktentwicklung auf die Expertise von Beratern und externer Dienstleister zu vertrauen.
Gemeinsam im Zulieferbereich erfolgreicher
Wie das im Automobilzulieferbereich funktionieren kann, schilderte Ralf Schmidt, Vice President R&D und Mitglied der Geschäftsleitung der Lippstadter HBPO GmbH. Bei diesem 1st-Tier-Zulieferer handelt es sich um ein Jointventure dreier selbstständiger und wirtschaftlich unabhängiger Automobilzulieferer – darunter Hella Hueck und Behr –, das für namhafte OEMs wie Volkswagen, Renault/Nissan oder Chrysler komplette Pkw-Frontend-Module, bestehend aus Beleuchtungstechnik, Kühleinrichtung und Crash Management (Stoßfänger) weltweit entwickelt und produziert. Der Lohn gemeinsamen Entwickelns: Zwischen 1999 und 2007 ist der HBPO-Umsatz von 65 Mio. Euro auf 762 Mio. Euro gestiegen, wobei, wie Ralf Schmidt betonte, die Schallgrenze von 1 Mrd, Euro bereits in Kürze durchbrochen werden dürfte.
Ein ausführlicher Bereicht über den Summit Product Development 08 wird in einer der nächsten MM-Ausgaben sowie im Internet erscheinen.
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