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Geeignet für fast alle Materialien
Mit Hilfe des Wasserstrahlschneidens können fast alle Materialien bearbeitet werden, von Schaumgummi bis Saphir. Hartglas bildet eine Ausnahme. In der Praxis wird das Verfahren vor allem bei der Bearbeitung von Metallen und Kunststoffen eingesetzt, aber auch in der Leder- und (Natur-) Steinbearbeitung. Andere Einsatzmöglichkeiten sind Perspex, Pertinax, Mica, faserverstärkte Materialien, Papier, Pappe, Textilien, gefrorene Nahrungsmittel und anderes mehr. Die Dicke des zu bearbeitenden Materials wirkt sich lediglich in der Verarbeitungsgeschwindigkeit aus – mit zunehmender Dicke verringert sie sich.
Neben der breiten Einsetzbarkeit des Wasserstrahlschneidens sowohl im Hinblick auf die Materialien wie im Hinblick auf die Stärken ist auch die Tatsache, dass keine Wärme zum zu schneidenden Material hinzugefügt wird, ein großer Vorteil. Strukturveränderungen, Verformungen, Verfärbungen und andere unerwünschte Änderungen des Materials treten dadurch nicht auf.
Weitere Vorteile des Wasserstrahlschneidens sind:
- Es entsteht kein Staub, Rauch oder giftiger Dampf.
- Die mechanische Belastung ist gering.
- Die Materialverluste sind klein.
- Die Schnitte sind praktisch gratlos.
- Bei dicken Materialien sind relativ hohe Geschwindigkeiten realisierbar.
Diesen Vorteilen stehen jedoch auch Nachteile gegenüber. Im Vergleich zum Laserschneiden ist das Verfahren beim Schneiden von dünneren Materialien relativ langsam. Bei Serienproduktion kann die Produktivität erhöht werden, indem mehrere Schneidköpfe eingesetzt werden. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass bei bestimmten, aus Schichten aufgebauten Materialien eine Delaminierung auftritt. Auch die Form des Schnitts ist ein Punkt, der Sorgen bereiten kann. Abhängig vom Material und von der Geschwindigkeit zeigt der Schnitt geringere oder stärkere Abweichungen von der sauberen, geraden Form. Aber auch dieses Problem ist nicht unlösbar.
Optimierung der Technik durch Linearantrieb
Resato ist einer der Pioniere in der Technologie des Wasserstrahlschneidens. Seit im Jahre 1996 der erste Maschinenentwurf auf den Markt gebracht wurde, strebt das Unternehmen ständig danach, die verschiedenen Komponenten – Pumpe (Intensifier), Schneidtisch, Steuerung und Abrasivhaushalt – weiter zu verbessern. Bereits 2002 wurde mit Wasserdrücken bis 6000 bar experimentiert. 2003 stellte das Institut für Werkstoffkunde der Universität Hannover an Hand von offiziellen Tests fest, dass das Schneidsystem von Resato in einem Vergleich von zehn der bekanntesten Anbieter auf dem Gebiet des Wasserstrahlschneidens das leistungsfähigste System war.
2005 entwickelte Resato ein Electronic Monitoring System für die komplette Prozessüberwachung und ein Jahr später wurde während der Messe Euroblech 2008 eine fundamentale Verbesserung des Verfahrens vorgestellt: der lineare Direktantrieb. Diese Innovation kam nicht völlig unerwartet. Aus der Sicht von Resato stellt der Linearantrieb mit seiner hohen Dynamik und Positioniergenauigkeit eine Voraussetzung dafür dar, die beträchtlich höheren Geschwindigkeiten, die durch einen anderthalbmal so großen Wasserdruck möglich sind, auch in der Praxis einzusetzen. In den neuesten Maschinen setzt Resato eine Kombination von einem Wasserdruck in Höhe von 6000 bar mit dem Linearantrieb ein, womit eine höhere Produktivität und Verfahrensqualität realisiert werden.
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