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Einkauf Schnelles Einschätzen externer Fertigungsleistungen

| Autor / Redakteur: Andreas Heß / Claudia Otto

Um Fertigungsaufträge bei der Fremdvergabe zuverlässig zu bewerten, hat ein Feinmechanik-Spezialist in einer adaptiven Software ein zuverlässiges Instrument gefunden. Diese erlaubt es dem technischen Einkauf, den Lieferanten mit angemessenem Angebotspreis bei entsprechender Qualität zu beauftragen.

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Stefan Silberhorn erläutert die Benutzeroberfläche der Software HS-Kalk/TK bei der technischen Kalkulation eines Zylinders.
Stefan Silberhorn erläutert die Benutzeroberfläche der Software HS-Kalk/TK bei der technischen Kalkulation eines Zylinders.
(Bild: give4pr)

Die Kernkompetenz der Firma Sauter Feinmechanik liegt in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von automatischen Werkzeugträgersystemen wie Werkzeugrevolver und Spindeleinheiten für CNC-Drehmaschinen. Hinzu kommen Werkzeughalter, Spindelköpfe, Schnellwechselsysteme und Rundtische sowie Motorspindeln für Dreh- und Fräsbearbeitungen. Im Zuge des verschärften Wettbewerbs stellte man sich die Frage: Wie kommen wir näher an die Absatzmärkte? Laut Marketingleiterin Andrea Strobel erwartete der Verkauf eine Produktivitätssteigerung, die sich nicht nur auf die Eigenfertigung beschränkt. Trotz aller Zufriedenheit mit den Lieferanten sollte der technische Einkauf eine Software zur kalkulatorischen Nachvollziehbarkeit der extern vergebenen Fertigungsaufträge erhalten.

Schnelle Ermittlung von Rüstzeiten

Die Kalkulationssoftware soll exakte Fertigungs- und Rüstzeiten für Fertigungsteile ermitteln, und zwar in Abhängigkeit von den eingesetzten Werkzeugmaschinen, Werkzeugen und dem Material. Um zu entsprechenden Stückpreisen zu gelangen, muss die Software auch über hinterlegte Stundensätze verfügen. Die Wertigkeit der jeweiligen Fertigungsteile kann dabei von Seiten des Zulieferers und vom Auftraggeber unterschiedlich eingeschätzt werden. Bei Sauter ist man laut Stefan Silberhorn, Technischer Einkäufer in der Auswärtsfertigung, bestrebt, diese Kostenvorstellungen anzugleichen. Daher sah sich Silberhorn 2011 nach einer branchenspezifischen Kalkulationssoftware um, welche nachvollziehbare Vergleichskalkulationen generiert. Es galt, den eigenen Maschinenpark sowie den der Lieferanten zu erfassen. Zudem sollte die Software anpassbar sein, um die spezifischen Fertigungsprozesse zum Beispiel auf dem Sektor der Zahnung mit Zahnradwälzfräsen und Verzahnungsschleifen zu berücksichtigen. Ebenso müssten sich neue Maschinen, Werkzeuge oder kaufmännische Faktoren problemlos in das System einpflegen lassen.

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