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Vorschubgeschwindigkeit erheblich gesteigert
Der zum Schruppen eingesetzte Rundplatten-Fräser mit 160 mm Durchmesser ist mit zehn achtschneidigen Rundplatten mit Tigertec Silver-Beschichtung bestückt. Durch den Wechsel auf dieses Werkzeug erhöhte sich der Vorschub pro Zahn (fz) von 0,28 mm auf 0,8 mm, und die Zustellung (beziehungsweise Schnitttiefe) pro Umlauf (ap) nahm von 0,5 mm auf 1 mm zu. Bei der runden Wendeplatte mit einer Zustellung von 1 mm liegt der effektive Schneideneingriffswinkel Kappa bei 20° – gegenüber 45° bei der achteckigen Platte des Octagon-Fräsers.
„Je niedriger der Winkel Kappa, desto dünner sind die Späne, und desto höher ist der mögliche Vorschub“, so Huber. Die Vorschubgeschwindigkeit (vf) ließ sich somit von 850 mm/min auf 2700 mm/min steigern, und die Bearbeitungszeit sank von 56 auf nur noch 10 min. „Mit einer derartigen Verbesserung hatten wir nicht gerechnet“, freut sich Dammann. Bei gesparten 46 min pro Werkstück ergibt sich bei 100 Bauteilen pro Jahr eine Kapazitätserweiterung von 76 h und Einsparungen im vierstelligen Bereich.
n weiterer positiver Effekt der Walter-Lösung: Je dünner die Späne, desto niedriger ist auch die Belastung der Frässpindel, und desto ruhiger läuft die Maschine. Weniger Vibrationen bedeuten mehr Maschinenschonung.
Verschleißfester Schneidstoff und lange Nebenschneide für bessere Oberflächen
Der seit der Umstellung für das Schlichten eingesetzte Walter-Eckfräser mit 63 mm Durchmesser ist mit sieben rechteckigen Wendeschneidplatten bestückt. Während das Wettbewerbsprodukt mit sechs gleichen Rechteck-Platten bestückt war, sind es beim Walter-Fräser sechs tangentiale Wendeplatten mit vier Schneiden sowie eine zweischneidige Wendeplatte mit Breitschlichtkante. Dieses Produkt besteht aus dem besonders verschleißfesten Schneidstoff WAK15 und besitzt eine besonders lange Nebenschneide. Dies ermöglicht einen höheren Zahnvorschub (fz) und sorgt für eine erheblich verbesserte Oberflächenqualität (Ra = 0,5 statt Ra = 1).
Durch den Einsatz des Schlichtwerkzeugs von Walter ließ sich der Vorschub pro Zahn (fz) von 0,08 mm auf 2,5 mm steigern. Die Vorschubgeschwindigkeit (vf) stieg von 300 mm/min auf 3500 mm/min, und die Bearbeitungszeit schrumpfte von 48 min auf 5 min. „Dies ist nur noch rund ein Zehntel – davon hätten wir kaum zu träumen gewagt“, zeigt sich Dammann beeindruckt. Die um 43 min reduzierte Bearbeitungszeit pro Werkstück führt bei 100 Bauteilen pro Jahr zu einer Kapazitätserweiterung von 72 h und zu Einsparungen im vierstelligen Bereich.
„Aufgrund der eingesparten Zeit amortisieren sich die etwas teureren Walter-Werkzeuge schnell“, bilanziert der Fertigungsleiter und ergänzt: „Da das Schlichten seit der Umstellung wesentlich prozesssicherer abläuft als zuvor, können wir nun weitgehend bedienerlos arbeiten.“ Und während früher sowohl beim Schruppen als auch beim Schlichten mit Emulsion gekühlt wurde, laufen die beiden Arbeitsgänge jetzt trocken ab. So bleibt das Werkstück sauber, und der Reinigungsaufwand ist deutlich geringer. MM
* Bernhard Reichenbach ist freier Autor und hauptsächlich im Bereich Maschinenbau und Fertigung tätig, Tel. (0 62 24) 9 28 86 88, breichenbach@gmx.de
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