Automatisierung Schnittstelle Automatisierung
Wer die Schnittstellen beherrscht, wird in der Automatisierung die Nase vorn haben. Mit unterschiedlichen Konzepten, autark oder mit Partnern, werben Anbieter um Kunden. Dass die Automatisierung...
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Wer die Schnittstellen beherrscht, wird in der Automatisierung die Nase vorn haben. Mit unterschiedlichen Konzepten, autark oder mit Partnern, werben Anbieter um Kunden. Dass die Automatisierung nicht vor der Losgröße 1 halt macht, werden die einschlägigen Aussteller vom 19. bis 23. September 2006 auf der AMB in Stuttgart demonstrieren. Der erste Schritt in Richtung guter Automatisierung ist ein zuverlässiger Materialfluss. Für die Hersteller von Werkzeugmaschinen ist das Roboterhandling ohnehin nur ein Teil der Automatisierung. Palettenwechsler, Regalsysteme oder Werkzeugspeicher gehören unabdingbar dazu. An der Schnittstelle Automatisierung treffen sich Anbieter aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Hersteller von Werkzeugmaschinen oder Handlinggeräten ebenso wie Anbieter von Förder- und Lagertechnik. Unabhängig davon, wer liefert: Kunden fordern Systempartner, die für die komplette Lösung die Verantwortung übernehmen.Bei Röders, Soltau, zählt man beispielsweise die Verkettung von mehreren Maschinen mit Fanuc-Robotern auf einer Verfahrschiene zu den Highend-Lösungen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Vollautomatisierung von HSC-Fräszellen und hat in den vergangenen Jahren über 100 Zellen automatisiert, teilweise mit bis zu sieben Maschinen. Dabei strebt Röders Plug-and-Play-Lösungen an, wie Martin Lindner, bei Röders zuständig für Vertrieb und Projektierung automatisierter Anlagen, hervorhebt: „Entscheidend ist für die Anwender immer die Flexibilität.“ Zur AMB, so die Planung, wird Röders ein neues, skalierbares Automatisierungssystem vorstellen, das die Bandbreite der unterschiedlichen Möglichkeiten abrundet.Mit seiner „Automatisierungsoffensive“ setzt Hermle auf die mannlose Fertigung - und zwar rund um die Uhr. Jedenfalls sollen die neuen Konzepte mit bewährtem Material für höhere Produktivität sorgen. Premiere hatte jüngst die Roboterzelle RS 60 für das vollautomatische Be- und Entladen von Paletten und Werkstücken. Wenn die Handling-Tochter, die Hermle-Leibinger Systemtechnik, Tuttlingen, in dem Tempo weiter entwickelt, wird es bis zur AMB, spätestens bis Ende des Jahres die nächste Ausbaustufe geben, wie Udo Hipp, Marketingleiter der Hermle AG, Gosheim, versichert: „Unser Konzept basiert darauf, dass Maschinen immer auch manuell nutzbar sein sollen.“ So habe der Anwender unabhängig von der Losgröße einen maximalen Nutzen seiner Maschine. Das neue Robotersystem ist wie die bisherigen als modulare Zelle konzipiert und wird kundenindividuell erstellt - basierend auf Standard-Komponenten.Roboter kümmern sich um den Materialfluss Paradepferd bei Chiron, Tuttlingen, ist derzeit die neue Baureihe „Quattrocell“, ein Fertigungszentrum mit zwei, wahlweise unabhängig oder synchron einsetzbaren Doppelspindeln. Das Werkstückhandling ist direkt in die Maschine integriert. Das Be- und Entladen von Roh- und Fertigteilen soll damit in Sekundenschnelle erfolgen. Parallel zum Zerspanungsprozess arbeitet außerhalb der Maschine ein Roboter und erledigt den Materialfluss. Damit gehen den Chiron-Entwicklern die Argumente für den Roboter noch nicht aus: „Der Roboter erledigt bei Bedarf auch noch Zusatzaufgaben wie Entgraten, Reinigen oder Messen von Fertigteilen.“ Wird zudem noch ein Werkstückspeicher adaptiert, ermöglicht die Quattrocell eine personallose Produktion über mehrere Stunden.MM