Glück und Glas Schott testet Wasserstoff erfolgreich für Glasproduktion

Quelle: dpa

Anbieter zum Thema

Der Mainzer Glasspezialist Schott ist, wie es heißt, mit den Testergebnissen zum Einsatz von Wasserstoff bei der Glasherstellung zufrieden. Hier erfahren Sie, warum ...

Das ist der Beweis! Schott hat Versuche unternommen, bei denen Wasserstoff die bekanntlich energieintensive Herstellung von Glas (im Bild glühende Glasschmelze) klimaneutral machen sollte. Das habe bestens funktioniert. Hier einige Details über die Tests.(Bild:  Schott)
Das ist der Beweis! Schott hat Versuche unternommen, bei denen Wasserstoff die bekanntlich energieintensive Herstellung von Glas (im Bild glühende Glasschmelze) klimaneutral machen sollte. Das habe bestens funktioniert. Hier einige Details über die Tests.
(Bild: Schott)

Schott blickt zufrieden auf die Ergebnisse von Untersuchungen, mit denen festgestellt werden sollte, ob sich Wasserstoff bei der Glasherstellung sinnvoll nutzen lässt. Denn die für das Schmelzen von Glasrohstoffen notwendigen hohen Temperaturen habe man erreicht. Nun seien Experten dabei, die Qualität der in dem Test geschmolzenen Gläser unter die Lupe zu nehmen.

Der Hintergrund für diese Versuche ist einmal mehr, die Suche nach Möglichkeiten, um bis 2030 klimaneutral zu produzieren. Das sei allerdings nicht einfach, weil bei der Herstellung von Spezialglas, wie es etwa für Handyschutzhüllen oder Mikrochips nötig ist, Temperaturen bis zu 1.700 Grad erreicht werden müssten, was bisher nur durch Erdgasenergie gelang. Künftig wird laut Schott aber verstärkt mit grünem Strom und grünem Wasserstoff – also mit erneuerbaren Energien produziertem Wasserstoff – in Sachen Glasschmelzerei gearbeitet werden.

Klimafreundliche Produktion klappt auch energieintensiv

Bei dem im November gestarteten Test wird nach Unternehmensangaben allerdings noch mit grauem Wasserstoff gearbeitet. Dabei handelt es sich um Wasserstoff, der als Nebenprodukt in der Chemieindustrie entsteht, oder aus fossilen Energieträgern erzeugt wird. Grüner Wasserstoff sei derzeit bekanntlich noch nicht in ausreichenden Mengen verfügbar. Den Wasserstoff für das bis Ende Dezember laufende und rund 714.000 Euro kostende Projekt liefern die Mainzer Stadtwerke. Schrittweise wird der Wasserstoffanteil dabei auf bis zu 35 Volumenprozent hochgefahren. Die für 2023 geplanten weiteren Labortests basieren dann auf den Einsatz von 100 Prozent Wasserstoff für die Glasherstellung, wie es weiter heißt.

Schott-Vorstandsmitglied Jens Schulte betont angesichts dieses Erfolgs: „Dieser Großversuch macht deutlich, dass klimafreundliche Herstellungsmethoden auch in energieintensiven Industrien funktionieren.“ Das rheinland-pfälzische Klimaministerium unterstützt das Projekt übrigens mit rund 338.000 Euro, die aus EU-Fördermitteln stammen.

(ID:48868057)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung