Schwarzes Recycling Forscher können schwarze Kunststoffe leicht charakterisieren helfen

Quelle: Fraunhofer IFZP 2 min Lesedauer

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Mittels aktiver Thermografie schaffen es Forscher vom Fraunhofer IZFP, dass schwarze Kunststoffe dem Recycling sortenrein zugeführt werden können ...

Dieses Gerät kann man bald in Dortmund bestaunen. Es ist mittels aktiver Thermographie in der Lage etwas zu machen, was bisher nicht klappte: Schwarze Kunststoffsorten voneinander zu unterscheiden und zu sortieren. Recyclingtechnik und Umwelt dürften sich freuen ...(Bild:  Fraunhofer IZFP)
Dieses Gerät kann man bald in Dortmund bestaunen. Es ist mittels aktiver Thermographie in der Lage etwas zu machen, was bisher nicht klappte: Schwarze Kunststoffsorten voneinander zu unterscheiden und zu sortieren. Recyclingtechnik und Umwelt dürften sich freuen ...
(Bild: Fraunhofer IZFP)

Auf der Doppelmesse Solids & Recycling-Technik 2026 in Dortmund, die am 18. und 19. März stattfindet, kann man in Halle 4 erleben, wie man in Kunststoffabfällen die schwarzen Typen charakterisieren kann, um sie sortenrein zu machen, damit das Recycling dann problemlos klappt. Möglich machen das die Experten vom Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP aus Saarbrücken. Warum das Ganze?

Schwarz ist eben doch nicht gleich Schwarz

Nun, während transparente Kunststoffverpackungen und bunte Becher recht einfach erkannt und automatisch aussortiert werden können, bleiben schwarze Kunststoffteile leider oft sozusagen für die Sortiermaschinen unsichtbar. Das Dumme ist, dass sie dann lieber der thermischen Verwertung zugeführt werden. Doch die IZFP-Forscher nutzen für die Sortierung statt kurz- oder mittelwellige Hyperspektralkameras ein auf Thermographie basierendes Verfahren. Die Methode ist auch noch günstiger als mittelwellige Hyperspektral-Infrarotsysteme, wie sie betonen, und eben in der Lage, die Materialunterschiede verschiedener schwarzer Kunststoffarten zu erkennen. Das sei etwas, das handelsübliche Nah-Infrarotsysteme aufgrund physikalischer Grenzen nicht leisten könnten. Den Forschern ist etwa mit der präzisen Unterscheidung von Polyamid (PA) und Polypropylen (PP) bereits ein erster großer Fortschritt gelungen, wie man erfahren darf.

Künstliche Intelligenz macht auch wieder mit

Auf der Messe wird, wie es weiter heißt, ein Förderband zu sehen sein, auf dem sich schwarze Kunststoffproben unter einem Infrarotheizstrahler vorbei bewegen. Sie werden dabei leicht erwärmt und anschließend mit einer Wärmebildkamera erfasst. Die erzeugten thermischen Signaturen werden in Echtzeit von einem KI-Modell analysiert, das unmittelbar eine entsprechende Sortierentscheidung trifft, wie die Forscher erklären. Ein Sortierarm am Ende des Bandes führt die Materialien dann je nach erkannter Sorte nach links oder rechts aus dem Fördersystem heraus. Der Demonstrator beweise damit anschaulich, wie aktive Thermographie plus künstliche Intelligenz in Sachen Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen die Recyclingbemühungen wertvoll unterstützen könnten.

Sortierung schwarzer Kunststoffe wird industriereif gemacht

Die Relevanz dieser Entwicklung sei bedeutend, denn gelänge die präzise Aussortierung schwarzer Kunststoffe im industriellen Maßstab, könnten wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und dabei erhebliche Mengen CO2 eingespart werden. Davon können nach Ansicht der Saarbrücker Forscher viele Branchen profitieren, die große Mengen an schwarzen Kunststoffen verschiedener Arten einsetzen. Man denke etwa an die Leichtverpackungsbranche, den Automotive-Bereich, die Elektronikindustrie oder an den Sportartikelsektor. Als nächsten Schritt plant man, das Verfahren auf andere schwarze Kunststoffarten auszuweiten, die Sortiergeschwindigkeit zu erhöhen, alternative Anregungsmethoden zu erforschen und die Gesamtanlage zu optimieren. Ziel des Forschungsteams ist es nun, die Forschungsergebnisse für die industrielle Anwendung nutzbar zu machen.

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