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Einer der ersten Anwender der neuen Kennlinie ist Laempe & Mössner in Meitzendorf, Hersteller von Kernschießmaschinen für die Gießereiindustrie. Da es sich bei den Maschinen überwiegend um Produktionen in Losgröße 1 handelt, setzt der Anlagenbauer auf rein manuelles Schweißen.
Anwender der neuen Kennlinie verschweißt rund 1300 t Stahl pro Jahr
Jährlich verarbeiten 25 Schweißer in der Vorfertigung und vier beim Ausschweißen rund 1300 t Stahl. Dabei handelt es sich überwiegend um die Sorten S 235 und S 355. Hinzu kommen rund 13 t Schweißzusatzwerkstoff G3Si1 und G4Si1. Bei den zu schweißenden Blechen reicht die Spanne von 1 bis 180 mm Dicke.
Für die unterschiedlichen Schweißaufgaben können die Schweißer auf etwa 40 Schweißsysteme von Fronius zurückgreifen. In den Kennlinienspeicher der Trans-Puls Synergic 5000 wurde jetzt die Kennlinie PCS übertragen.
Drahtvorschubgeschwindigkeit durch neue Kennlinie um 30% erhöht
Das Ergebnis: Die Drahtvorschubgeschwindigkeit konnte um gut 30% von 9 auf 13 m/min erhöht und dabei häufig auf Schweißlagen verzichtet werden. Im Vergleich von drei Paaren gleicher Schweißteile, einmal mit konventioneller und einmal mit PCS-Kennlinie, erzielen die Schweißer Zeiteinsparungen zwischen 30 und 54%.
Die höhere Leistung des PCS-Sprühlichtbogens bringt deutliche Vorteile, da die größere Menge an Schmelze die Fugen schneller füllt und wegen der höheren Schweißgeschwindigkeit der Wärmeeintrag pro Längeneinheit geringer ist. Das führt zu geringerem Verzug und reduziert den Aufwand für nachträgliche Richtarbeiten. Auch die wie robotergeschweißt aussehenden, nahezu spritzerfreien Nähte tragen dazu bei, den Aufwand für Nacharbeiten zu mindern.
Neue Kennlinie erhöht Festigkeit und erlaubt mehr Freiheiten bei der Konstruktion
Die PCS-Kennlinie sorgt zudem für größere konstruktive Freiheiten und Festigkeitsverbesserungen. Bei gleicher mechanischer Belastbarkeit der tiefgeschweißten Fügestellen ist jetzt das a-Maß deutlich kleiner und Bohrungen, Gewinde und Schraubenköpfe lassen sich dichter an den anstoßenden Wandungen anordnen.
Die Schweißer betonen als einen der Vorteile der neuen Kennlinie, dass sie trotz der höheren Leistung bei hartem Lichtbogen praktisch spritzerfrei schweißen, was bei normalen Kennlinien nicht möglich war. Weiter sei das Fügen jetzt viel einfacher, weil das Schweißsystem auf Knopfdruck alles Weitere alleine erledigt.
Konventionelle Kennlinien definieren die Zahl der übergehenden Schmelztropfen beim Impulslichtbogen über die Frequenz der Impulse, also der elektrischen Spannungs- und Stromänderungen. Im Bereich des Sprühlichtbogens (zum Beispiel ab 300 Hz) erfolgt dann eine undefinierte, aber sehr hohe Tropfenzahl, bei der sich die Tropfen unabhängig von der Frequenz vom Schweißdraht lösen (sprühen).
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