Composites-Verarbeitung Schweizer Wasserstrahlschneidmaschine steigert Präzision und Wirtschaftlichkeit

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Die Schweizer Unternehmen MDC Max Daetwyler, Waterjet und NUM haben eine CNC-gesteuerte Wasserstrahlschneidemaschine entwickelt, die flächige Materialien bis auf ±1 µm genau schneiden kann. Die Neuentwicklung arbeitet laut NUM zwanzigmal genauer als konventionelle Maschinen. Je nach Ausführung wurde sie unter den Namen Womajet oder Mikrowomajet am Markt eingeführt.

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Viele der in jüngster Vergangenheit eingeführten flächigen Materialien, zum Beispiel Composites wie CFK, sind mittels herkömmlicher mechanischer Verfahren schwierig bearbeitbar. Als Grund dafür nennt NUM die entstehende Wärme. Die Nutzung des Wasserstrahls zur zum Schneiden ermögliche dagegen, dass die Materialstruktur unverändert bleibe. Prinzipiell lasse sich die Wasserstrahltechnik praktisch jedem Material anwenden.

Hohe Präzision auch bei komplexen Schneidkonturen

Als Vorteil der gemeinsam entwickelten Wasserstrahlmaschine wird die hohe Prozessstabilität, -genauigkeit und -reproduzierbarkeit hervorgehoben. Selbst bei komplexen Schneidkonturen werden Faserbreiten bis hinab zu 20 µm erreicht. Die Maschine arbeitet mit einem äußerst präzisen Wasserstrahl, dessen Durchmesser weniger als 300 µm beträgt. Die Materialien werden mit einer Geschwindigkeit von bis 4 m/min geschnitten.

Dazu werden alle drei Maschinenachsen über servomotorische Leistungsverstärker der Bauart NUM-Drive C gesteuert, die laut Hersteller eine sehr hohe Leistungsdichte haben. Dadurch werde zum Beispiel die Größe des Schaltschranks minimiert. Bei der Maschinensteuerung handelt es sich um das CNC-System NUM Flexium. Sie ist mit der Bedienoberfläche (HMI) NUM FS152i für die Befehlseingabe ausgerüstet. Laut den Entwicklern verbraucht die Maschine erheblich weniger Wasser und Schleifmittel als herkömmliche Systeme.

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