3DSE-Expertenforum

Sechs Erfolgsfaktoren für Plattform- und Baukastenstrategien identifiziert

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Die sechs Erfolgsfaktoren für Plattform- und Baukastenstrategien

  • Kompromisse bewusst eingehen, um flexibel zu bleiben: Die Verwendung eines Baukastens kann bedeuten, dass Anforderungen in einzelnen Varianten unter- oder übererfüllt werden. Um aber die wirtschaftlichen Vorteile auszuspielen, muss die Bereitschaft vorhanden sein, auf die exakte Erfüllung der Anforderungen zu verzichten.
  • Wirtschaftlichkeit ist der Treiber – aber nicht nachweisbar: Die Steigerung der Profitabilität ist stets der Antrieb für die Umsetzung einer Plattform-/Baukastenstrategie. Trotzdem ist der realisierte Nutzen nie direkt nachweisbar, weil die Vergleichsbasis fehlt. Wie soll rückwirkend der Unternehmenserfolg mit oder ohne Plattform-/Baukastenstrategie betrachtet werden? Der Nutzen zeigt sich aber massiv: in einer Komplexitätsreduzierung entlang der Prozesskette.
  • Verankerung am Ort der größten Synergien: Die Verankerung von Baukästen und Plattformen erfolgt am Ort der größten Synergiepotenziale, denn das Eigeninteresse für eine Umsetzung ist dort am höchsten.
  • Schulterschluss zwischen Architektur und Baukastenplanung: Für die Umsetzung einer Plattform- und Baukastenstrategie braucht es eine kompatible Architektur, sozusagen als „Regal“, um wiederverwendet zu werden. Findet kein Abgleich statt, kann eine Änderung der Architektur dazu führen, dass Baukästen aufgrund der veränderten Schnittstellen nicht mehr eingesetzt werden können. So entstehen Mehraufwände durch Anpassungsentwicklungen und der erwartete Nutzen wird nicht realisiert.
  • Balance zwischen alt und neu: Wiederverwendung darf nicht dazu führen, dass bestehende Baukästen zu spät durch Innovationen abgelöst werden. Ist der Mehrwert mit einem bestehenden Baukasten nicht mehr zu realisieren, sollte angepasst oder neu entwickelt werden. Eine enge Verknüpfung zwischen Baukastensteuerung und Innovationsmanagement stellt die Balance zwischen alt und neu sicher.
  • Nachhaltigkeit durch den richtigen Denkansatz und Top-Management-Committment: Plattformen und Baukästen sind „eine Art zu denken“: Varianz dort, wo sie wahrnehmbar ist, ansonsten: konsequente Wiederverwendung. Dafür ist ein Top-down-Ansatz entscheiden, in dem sich das Management mit der Umsetzung identifiziert: Quantifizierte Ziele und die Beweislastumkehr („Nicht der Einsatz einer Plattform oder eines Baukastens, sondern der Nicht-Einsatz muss begründet werden“) sorgen für Nachhaltigkeit.

(ID:24902270)