Sonderwerkzeuge
Sechsfache Standzeit mit Sonderwerkzeugen

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Bei der Zerspanung heikler Materialien wie C10 für E-Mobility-Komponenten müssen die eingesetzten Hochleistungsbohrer den Spagat zwischen Qualität und hoher Standzeit schaffen. Mit den richtigen Werkzeugen lässt sich nicht nur die Standmenge vervielfachen.

Sonderwerkzeuge mit verbesserter Spänekontrolle sorgen für eine signifikante höhere Standmenge bei der Kaltumformungen. (Bild:  Müller Präzisionswerkzeuge)
Sonderwerkzeuge mit verbesserter Spänekontrolle sorgen für eine signifikante höhere Standmenge bei der Kaltumformungen.
(Bild: Müller Präzisionswerkzeuge)

Kühlungsanschlüsse sind eine Schlüsselkomponente für die Wärmeabfuhr von Batterien und Elektromotoren – und damit entscheidend für die Sicherheit und Langlebigkeit von Elektrofahrzeugen. Entsprechend müssen diese Präzisionskomponenten hohen mechanischen Belastungen, Vibrationen sowie Korrosion standhalten und zu 100 Prozent sicher dicht sein. Kühlungsanschlüsse für Elektroautos werden in der Regel in einer Kaltfließpressmaschine vorgepresst und anschließend in einer CNC-Maschine fertig zerspant. In diesem Bearbeitungsschritt werden auch die Bohrungen hergestellt, durch die später das Kühlwasser fließt. Bei der Bearbeitung der Komponenten ist höchste Präzision gefragt. Nur so lassen sich die komplexen Formen und engen Toleranzen realisieren, die für eine optimale Passform und Dichtigkeit der Anschlüsse innerhalb des Kühlsystems unabdingbar sind.

Die Crux mit der Standmenge

Bei Kühlungsanschlüssen greifen immer mehr Hersteller auf ein ebenso bekanntes, aber auch anspruchsvolles Material zurück: C10. Der Grund für den Einsatz von C10 ist der Kaltfließprozess, da es sich gut pressen lässt. Dieser weiche, unlegierte Stahl ist aufgrund seines niedrigen Kohlenstoff- und Schwefelgehalts allerdings anfällig für das Entstehen von langen Fließspänen. Im Bearbeitungsprozess lassen sich diese kontinuierlichen Fließspäne nur schwer brechen und erzeugen Reibung zwischen dem Werkstück und dem Werkzeug. Darunter leiden nicht nur die Genauigkeit und die Oberflächenqualität der Bohrung. Die eingesetzten Bohrer verschleißen auch schneller im Vergleich zur Bearbeitung herkömmlicher Materialien. Im schlimmsten Fall kann die Standzeit der Werkzeugmaschine als Ganzes in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn beispielsweise Ansammlungen von Fließspänen bewegliche Teile oder Kühlmittelkanäle blockieren. Langfristig kann dies zu einem erhöhten Wartungsbedarf und Ausfallzeiten führen.