Motek 2014 Sensitiv montieren mit mobilem Kuka-Roboter

Redakteur: Rüdiger Kroh

Seine Applikationen und Lösungen im Bereich Mensch-Roboter-Kollaboration, basierend auf der Plattform Flex-Fellow und Leichtbaurobotern, stellt Kuka Systems auf der Motek 2014 vor.

Anbieter zum Thema

Mit einem Spezial-Endeffektor setzt der Leichtbauroboter an einer Fahrzeugkarosserie Kunststoffstopfen zum Abdichten ein.
Mit einem Spezial-Endeffektor setzt der Leichtbauroboter an einer Fahrzeugkarosserie Kunststoffstopfen zum Abdichten ein.
(Bild: Kuka Systems)

Das Aussehen von Fabriken und Produktionen wird sich in Zukunft gravierend verändern. Mit dieser Entwicklung im Blick bietet Kuka Systems je nach Kunden- und Prozessanforderung Gesamtlösungen von der Vollautomatisierung bis hin zur direkten Kollaboration von Mensch und Roboter. Eine zentrale Komponente – und im Fokus auf der Motek 2014 – ist dabei die Plattform Kuka-Flex-Fellow.

Ortsflexible Robotereinheit basiert auf Leichtbauroboter LBR iiwa

Die ortsflexible Robotereinheit basiert auf dem Leichtbauroboter LBR iiwa und lässt sich innerhalb kürzester Zeit manuell an ihren Einsatzort fahren und dort in Betrieb nehmen. Als Produktionsassistent agiert die Plattform ohne Schutzzaun im unmittelbaren Umfeld des Werkers. Damit eignet sie sich laut Angaben für die spontane Automatisierung bei Spitzenauslastung oder Ressourcenengpässen.

„In Zukunft wird die Mensch-Roboter-Kollaboration zur Normalität werden“, ist sich Frank Klingemann, Geschäftsführer der Kuka Systems GmbH, sicher: „Neben der Vollautomatisierung mit Industrierobotern wird es immer mehr Prozesse geben, bei denen eine flexible Lösung mit einem sensitiven Roboter die wirtschaftlich rentablere Option darstellt.”

Am Kuka-Stand ist die ortsflexible Robotereinheit in mehreren Applikationen zu sehen. Beispielsweise setzt sie mit einem Spezial-Endeffektor an einer Fahrzeugkarosserie in für den Menschen unergonomischen Positionen selbständig Kunststoffstopfen zum Abdichten der Karosserie. Zur Vermessung von Spaltmaßen kann sie die optische Qualitätsinspektion übernehmen und setzt in einer Montagestation Dichthülsen in ein Fahrzeuggetriebe.

Kollaboration: Datenbank für Komponenten und Peripherie

Schutzzaunlose Anwendungen bedeuten ganz neue Möglichkeiten in der Fabrik, aber auch neue Rahmenbedingungen. Für eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) reicht ein geeigneter Roboter allein nicht aus. „Unser Ziel ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen MRK-gerechten Produktionskonzepts. Das MRK-Engineering und MRK-gerechte Gesamtlösungen beeinflussen die Gestaltung der Fabriken und die Produktion der Zukunft“, stellt Klingemann klar. Dafür baut Kuka Systems unter anderem eine umfassende Datenbank für Komponenten und Peripherie auf, die sich für die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter eignen.

Kuka Systems GmbH auf der Motek 2014: Halle 7, Stand 7214

(ID:42979510)