Messtechnik

Sensor erhöht die Effizienz des Spannens bei Werkzeugspindeln

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Bei dieser Lösung entfallen die Aufnahmen für einzelne Endschalter ebenso wie deren mühsame Justage. Der PMI ermöglicht dem Hersteller ein effizienteres Einrichten der Spindel auf der Werkbank und dem Maschinenführer die einfache Korrektur der Positionswerte, selbst wenn die Spindel bereits in der Werkzeugmaschine oder dem Bearbeitungszentrum sitzt.

Werkzeugspindel-Überwachungssystem mit erhöhter Spann-Sicherheit

Die geringere Anzahl an Schraubverbindungen erhöht nicht nur den Komfort beim Einbau des Überwachungssystems sondern reduziert gleichzeitig auch die Gefahr von vibrationsbedingtem Lösen einzelner Positionsschalter. Das erhöht die Sicherheit der gesamten Spanneinheit und verlängert die Wartungsintervalle für den Maschinenbetreiber.

Der integrierte Prozessor macht den PMI zu einem intelligenten elektromechanischen Signalumsetzer. Im einfachsten Fall simuliert der Sensor die stetige Signalrampe eine schiefe Ebene oder eines Steuerkegels. Darüber hinaus kann beim PMI das Ausgangssignal aber auch modelliert werden. Dies war in der Vergangenheit nur mit Hilfe von geometrisch aufwendig gestalteten Steuerscheiben möglich.

Berührungslose, induktive Sensoren beschleunigen Spannregler

Bei einer modellierten Ausgangskennlinie können Bereiche unterschiedlicher Steigung definiert werden. Im Bereich der interessierenden Abfrageposition erhöht eine größere Steigung die Ansprechempfindlichkeit des Spanners. In den weniger interessierenden Bereichen zwischen den Abfragepositionen hingegen verläuft die Steigung flacher und damit weit weniger empfindlich. Diese Anpassung erspart der Maschinensteuerung Rechenleistung und beschleunigt den Spannregler.

Der PMI-F112 ist auch mit der modernen Kommunikationsschnittstelle IO-Link verfügbar. Diese Schnittstelle ermöglicht neben der reinen Prozessdatenübertragung (aktuelle Positionsdaten) auch eine dynamische Reparametrierung oder das zyklische Auslesen von protokollierten Ereignisdaten.

Spindel kann dank neuer Sensoren über anstehende Wartung informieren

Mithilfe der dynamischen Reparametrierung kann ein Drift der Arbeitspunkte aufgrund von Längenausdehnungen der Zugstange auch während des Spanprozesses kompensiert werden.

Protokollierte Ereignisdaten hingegen sind neben Betriebszeiten der Spindel zum Beispiel auch die Zahl der Spannereignisse. Nach einer vordefinierten Anzahl von Spannzyklen kann so die Spindel selbst über eine anstehende Wartung informieren. Diese integrierte „Fahrtenschreiberfunktion“ des PMI ist ein wichtiger Baustein für zukünftige, ereignisgesteuerte Zustandskontrollen (Condition Monitoring) an der Werkzeugmaschinenspindel.

Michael Bozek ist Produktmanager Sensoren im Geschäftsbereich Fabrikautomation der Pepperl+Fuchs GmbH, 68307 Mannheim

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