Trauriges Ranking Microsoft-Schwachstelle fordert vor allem deutsche Opfer

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Eine kürzlich bekannt gewordene, gravierende Sicherheitslücke in Microsofts Sharepoint-System macht kriminellen Hackern das Leben leicht. Unter den potenziellen Opfern sind auch relativ viele aus Deutschland, heißt es.

Die Schwachstellen bei Microsofts Sharepoint-Software laden bereits seit Anfang Juli viele Hacker ein, Daten zu klauen. Besonders schlimm war es wohl übers Wochenende – vor allem auch für viele Deutsche. Einige Spuren der Angriffsrichtungen führen nach China ...(Bild:  Cyberwarrior)
Die Schwachstellen bei Microsofts Sharepoint-Software laden bereits seit Anfang Juli viele Hacker ein, Daten zu klauen. Besonders schlimm war es wohl übers Wochenende – vor allem auch für viele Deutsche. Einige Spuren der Angriffsrichtungen führen nach China ...
(Bild: Cyberwarrior)

Unternehmen und Organisationen in Deutschland seien überdurchschnittlich stark von der schwerwiegenden Schwachstelle in der Sharepoint-Software von Microsoft betroffen. Das geht aus einer Statistik hervor, die von der Shadowserver Foundation veröffentlicht wurde. In Deutschland hätten kriminelle Hacker nur am vergangenen Wochenende (bis einschließlich Montag, den 22. Juli) in mindestens 104 Fällen die Möglichkeit gehabt, erfolgreich in einen Sharepoint-Server einzudringen. So viele Server standen nach einer technischen Analyse der Stiftung trotz Empfehlungen zum Abschalten derselben, noch schutzlos ohne Sicherheits-Update offen im Netz.

Hacker-Vorstöße weisen auf Täter in China

An der Spitze liegen aber in Sachen Hacker-Opfern die USA mit 546 verwundbaren Servern. Kanada steht hinter Deutschland mit 87 verwundbaren Systemen auf Platz drei. Die Washington Post behauptet übrigens, dass mindestens einer der Cyber-Angreifer, die für die erste Hacker-Welle verantwortlich waren, nach China zurückverfolgt worden ist. Ein Forscher, der anonym bleiben wollte, gab an, Bundesermittler hätten Beweise dafür, dass Server in den USA, die mit gehackten Sharepoint-Systemen verbunden waren, am Freitag und Samstag Verbindungen zu Netz-Adressen in China herstellten. Die Angriffe liefen bereits seit dem 7. Juli. Microsoft selbst schreibt, dass man die Angriffe auf die drei Gruppen Linen Typhoon, Violet Typhoon und Storm-2603 zurückgeführt hat.

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