Event Siemens Realize Live 2023: Strategie, Inspiration und eine Neuvorstellung

Quelle: Siemens Digital Industries Software 3 min Lesedauer

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Vergangene Woche fand in Las Vegas die Siemens Realize Live statt. Neben einer Fachmesse und verschiedenen Tech Talks bekam das Publikum Einblicke, wie andere Unternehmen unterschiedlicher Größe Siemens-Software nutzen. Auch eine Neuentwicklung wurde vorgestellt.

Präsident und CEO, Tony Hemmelgarn, bei der Eröffnung der Siemens Realize Live 2023 in Las Vegas.(Bild:  Siemens Digital Industries Software)
Präsident und CEO, Tony Hemmelgarn, bei der Eröffnung der Siemens Realize Live 2023 in Las Vegas.
(Bild: Siemens Digital Industries Software)

Wie viele der eigenen Kunden befindet sich auch Siemens inmitten der digitalen Transformation. Und so eröffnete Tony Hemmelgarn, Präsident und CEO von Siemens Digital Industries Software, das viertägige Event, indem er darlegte, wie sich der 2019 eingeleitete Wandel zu einem Cloud-fokussierten Software-as-a-Service-Technologieunternehmen aus Perspektive des Unternehmens entwickelt.

So habe man im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023 25 Prozent Cloud-ARR (Annual Recurring Revenue) erwirtschaftet, was einem Wachstum von 21 Prozent gegenüber dem Jahr 2020 entspricht. Hemmelgarn zeigte sich außerdem zuversichtlich, dass der Geschäftszweig bald schon über 1 Milliarde USD an Cloud-ARR erreichen könne. Der Annual Recurring Revenue stellt eine wichtige Kennzahl für Software-as-a-Service-Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf Abonnements basiert, dar.

Partnerschaften fokussieren KI und digitalen Zwilling

Auch betonte der Siemens-CEO die Wichtigkeit eines offenen Ökosystems von Partnern, weswegen dessen Aufbau und Förderung ein zentraler Bestandteil der Xcelerator-Strategie sei. Exemplarisch stellte er hier die Zusammenarbeit mit dem norwegischen Batterie-Start-up Freyr vor, über die man sich auch bereits auf der diesjährigen Hannover Messe informieren konnte. Die Firma produziert Batterien mit erneuerbarer Energie aus Windkraft und Wasser. Um die jährliche Batteriezellenkapazität schnell und nachhaltig zu skalieren, arbeiten die Norweger mit Siemens, AWS und Nvidia zusammen, um ein industrielles Metaverse ihrer Fabriken aufzubauen, das auf einem umfangreichen digitalen Zwilling basiert.

Und auch das neuste Projekt mit Microsoft fand Erwähnung. Hier geht es im Kern um die Nutzung von generativer KI über eine Integration von MS Teams in Siemens Teamcenter. Die Teamcenter-App für Teams soll einer größeren Menge an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen einfachen Zugang zu PLM-Tools ermöglichen. Auf niederschwellige Weise, nämlich schlichtweg durch Sprach- oder Texteingabe, sollen sie so den Design- und Fertigungsprozess aktiv und ortsunabhängig mitgestalten können.

Nachhaltigkeit kreativ umsetzen

Auch die Nachhaltigkeit und mit ihr die ökologische Transformation nahmen einen erwartungsgemäß hohen Stellenwert ein. Hierbei ging es weniger um die Notwendigkeit zum Handeln an sich als vielmehr um Inspiration durch außergewöhnliche Ideen.

So sprach Eryn Devola, Head of Sustainability, Siemens Digital Industries, mit Greenforges, die nachhaltige unterirdische Anbausysteme entwerfen und entwickeln, mit Energica Inside, die unter anderem mit ihren elektrischen Motorrädern die Elektrifizierung der Mobilitätsbranche vorantreiben, und mit Space Perspective, einem Unternehmen für bemannte Raumfahrt.

Die Gruppe betonte, wie wichtig es sei, Nachhaltigkeitsprobleme aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Ramón Pereira Bonilla von Greenforges illustriert das, indem er darlegt, dass die Idee seines Unternehmens nicht grundlegend neu sei. So hätten bereits andere Firmen landwirtschaftliche Projekte unterirdisch durchgeführt, sich dabei aber auf den Einsatz oberirdischer Technologie beschränkt und diese lediglich in ausgedienten Bunkern genutzt. Mittels der Simulationstools von Siemens ginge seine Organisation einen anderen Weg und entwickele direkt Technologie, die explizit für den Einsatz unter der Erde gedacht ist.

Dass sich das Thema der möglichst realitätsnahen Simulation wie ein wörtlicher roter Faden durch die Veranstaltung zog, unterstrich auch Dale Tutt, Vice President Industry Strategy bei Siemens Digital Industries Software. Das Xcelerator-Portfolio soll Siemens-Kunden demnach bei der Produktentwicklung nicht nur mit einem einzigen digitalen Zwilling unterstützen. Es gehe auch darum, den Digital Thread durch das gesamte Unternehmen zu ziehen und mit ihm einzelne Aspekte des Systems Engineerings zu verbinden.

Zel X für KMU

Auch nutzte Siemens die Gelegenheit und präsentierte einen neuen Cloud-nativen Service. Laut des Konzerns wurde Zel X für KMU entwickelt, die eine erschwingliche und leistungsfähige Plattform für Werkstattmanagement und -ausführung suchen. Hierzu vereine das Angebot Technologie aus NX für 3D-CAD-Geometriemanipulation und CNC-Programmierfähigkeit, Datenmanagement und die Kollaborationsmöglichkeiten von Teamcenter. Nutzerinnen und Nutzer sollen mit Zel X unter anderem präzise Angebote für Teile und Vorrichtungen mit leichtgewichtigem CAD und 2,5-Achsen-CAM erstellen können, so der Konzern. Auch die Überprüfung und Validierung kritischer Abmessungen mittels mobiler Inspektion und mehr sollen möglich sein.

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