Anbieter zum Thema
Ein Zusatzmonitor kann über DVI oder bei manchen Ausführungen über VGA angeschlossen werden. In Analogie zum ATX-Netzteil bläst der integrierte temperaturgesteuerte Lüfter die erwärmte Luft nach außen. Für kleine Geräte kann er auch die Entwärmung des gesamten Chassis übernehmen.
IPC kommuniziert mit Steuerungsebene über Echtzeit-Ethernet
Die Kommunikation zur Steuerungs- und Feldbusebene wird über die Anschlüsse der internen Seite des Dual-Access-IPC realisiert (Bild 2). Bedingt durch den Trend zu Echtzeit-Ethernet-basierten Steuerungen sind keine Feldbusanschlüsse integriert.
Nach innen stehen zwei Gigabit-Ethernet-Interfaces zur Verfügung. Durch geeignete Softwareprotokolle wie Ethercat oder Sercos lassen sich damit echtzeitfähige und über Ethernet anschließbare Steuerungskomponenten in das kleine Automatisierungssystem integrieren.
Ein PCIe-x1-Slot steht zur Erweiterung für zusätzliche Low-Profile-PCIe-Karten wie CAN-Bus zur Verfügung. Die Benutzerkommunikation kann über ein im Chassis integriertes LVDS-Display, Lautsprecher und die üblichen USB-Eingabegeräte wie Touch, Mouse oder Keyboard realisiert werden. Das System wird mit den in der Automatisierungstechnik üblichen 24 VDC versorgt. Es bietet Steuersignale zum Ein- und Ausschalten und ist damit flexibel bezüglich des Einbauortes im Chassis.
Auch lüfterloser IPC-Betrieb möglich
Abgesehen von der Möglichkeit, den PC in 19“-Racksystemen zu installieren, lässt er sich auch in Schaltschränke vertikal und horizontal einbauen. Auch bei vertikaler Montage liegen die Anschlüsse oben und unten, wobei die rückseitigen I/O dann unten liegen und die frontseitigen oben. Damit bleibt die Lüftung von unten nach oben sichergestellt.
Beim Einsatz verlustleistungsarmer Intel-Atom-Technik kann auch ein lüfterloser Betrieb realisiert werden. Zudem ist auch die Hutschienenmontage mit oben- beziehungsweise untenliegenden Anschlüssen möglich. Damit eignet sich das System selbst für den Einbau in die kleinsten Schaltschränke, etwa in der Gebäudeautomatisierung.
IPC mit unterschiedlichen Prozessoren für verschiedene Anforderungen
Attraktiv ist auch die hohe Skalierbarkeit des Systems dank implementierter COM-Express-Computer-on-Module aus dem Hause Kontron. Das System ist sowohl für ETX-Express- als auch Micro-ETX-Express-Module vorbereitet. So können je nach Anforderung unterschiedliche Module mit verschiedenen Prozessoren eingesetzt werden:
- energieeffiziente Micro-ETX-Express-SP-Module mit Intel-Atom-Prozessoren,
- kostengünstige Micro-ETX-Express-DC-Module (Intel Atom N270, Intel 945GSE Chipsatz) bis hin zu
- ETX-Express-MC-Module mit Doppelkernprozessoren für besonders hohe Rechenanfoderungen.
Jedes neue ETX-Express-Modul Type 2 ist integrierbar, wodurch die Plattform KIC zukunftssicher ist. Die erste Version KIC-MC wird mit ETX-Express-MC bestückt und bietet zudem bis zu zwei 2,5“-HDD-Festplattenspeicher mit Raid-0- oder Raid-1-Funktionalität. Das KIC-System wird derzeit auch auf das Micro-ETX-Express-DC-Modul vorbereitet. In Bezug auf die Schnittstellen sind Varianten geplant, um in industriellen Netzen die passenden Busse unterstützen zu können. Denkbar ist auch, dass der Footprint für das Frontblech Varianten für noch kleinere SSF-Designs erhält.
* Günther Dumsky ist Direktor des Geschäftsbereichs Systems & Boards bei der Kontron AG in 85386 Eching; Dr. Roland Jäschke ist Direktor im Bereich Custom Project Management bei Kontron
(ID:24819280)