Magnetlager SKF kauft weltgrößten Magnetlagerhersteller S2M

Redakteur: Ulrike Gloger

Göteborg (rs) – SKF übernimmt von der britischen Edward Ltd. ihre Tochtergesellschaft S2M. Der schwedische Konzern ist schon länger mit 12% an S2M beteiligt. Der Hersteller von Magnetlagern erwirtschaftet derzeit einen Umsatz von 40 Mio. Euro und hat 200 Mitarbeiter. Nach einer Mitteilung von SKF beträgt der Kaufpreis für die Anteile etwa 55 Mio. Euro.

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S2M hat seinen Hauptsitz in Vernon, Frankreich, wo auch gefertigt wird. Hauptabnehmer sind die Hersteller von Vakuum-Pumpen, kleinen Luft- und Gaskompressoren, Turo-Entspannungsturbinen und Verdichtern hauptsächlich für die Öl- und Gasindustrie. Das Unternehmen konzentriert sich sich auf den europäischen Markt.

SKF sieht in Magnetlagern „Technik von morgen“

„Dies ist eine sehr interessante und sich schnell entwickelnde Technik, die während der vergangenen Jahre aus aus der Entwicklungsphase herausgewachsen ist und nun eine ernste Alternative für ein wachsendes Anwenderfeld wird“, sagt dazu Tom Johnstone, Präsident und Geschäftsführer von SKF. „Wir bewegen uns jetzt hinein in die Technik von morgen und dies ist äußerst spannend.“

Für SKF ist der Kauf äußerst interessant: SKF besitzt bereits ein Unternehmen in Kanada, Revolve Inc. das Magnetlager herstellt. Mit dem Kauf erweitert sich einerseits das Magnetlagergeschäft, andererseits ergänzt der Kauf auch das Kugellagergeschäft von SKF. „Mit dem Kauf verstärken wir unsere führende Position in der Welt der Lagerhersteller, und wir können nun unseren Kunden ein breiteres Produktangebot in einem schnell wachsenden Markt anbieten“, erläutert Johnstone.

S2M soll Teil der SKF-Industrie-Sparte werden und im dritten Quartal in die Berichterstattung der Gruppe aufgenommen werden. Der Kauf muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden.

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