Brandheiße News Smarte Feuerwehrjacke schützt vor Hitzestress

Quelle: Universität Salzburg 3 min Lesedauer

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Salzburg Research und die Universität Salzburg entwickelten im Auftrag des Feuerwehrausstatters Texport eine „intelligente“ Feuerwehrjacke mit integrierten Sensoren.

Bei der Brandbekämpfung sind Feuerwehrleute stark unter Stress. Vor allem die Hitze plus die schwere Ausrüstung können zum Kollaps führen. Mit einer „intelligenten“ Feuerwehrjacke, die ein Kühlsystemm enthält, soll die Gefahr deutlich verringert werden ...(Bild:  Salzburg Research / wildbild)
Bei der Brandbekämpfung sind Feuerwehrleute stark unter Stress. Vor allem die Hitze plus die schwere Ausrüstung können zum Kollaps führen. Mit einer „intelligenten“ Feuerwehrjacke, die ein Kühlsystemm enthält, soll die Gefahr deutlich verringert werden ...
(Bild: Salzburg Research / wildbild)

Feuerwehrleute stehen bei einem Brandeinsatz unter enormem Stress, denn sie sind hohen Temperaturen ausgesetzt, die den Körper belasten und die persönliche Schutzausrüstung wiegt oft 20 Kilogramm oder mehr. Das bedeutet, dass Bergungsarbeiten und das Suchen nach Personen in Not viel Kraft und Ausdauer erfordern. Hinzu kommt enormer psychischer Stress durch die hohe Verantwortung und die Unvorhersehbarkeit von Situationen bei der Brandbekämpfung. Nicht zuletzt bringen sich Feuerwehrleute selbst in Gefahr, um andere zu retten. Alleine in den USA sterben jährlich bis zu 50 Feuerwehrleute an den Folgen von Überlastung, die im und durch einen Einsatz auftreten. Steigende Temperaturen im Feuerwehranzug führen nicht zuletzt zu einem Kipppunkt, an dem Menschen kollabieren können. Das soll die neuartige, smarte Schutzkleidung vermeiden, wie es von Salzburg Research und der Universität Salzburg heißt.

Mit Sensoren und KI den Kipppunkt frühzeitig erkennen

Gemeinsam mit Texport wurde dafür nach Möglichkeiten gesucht, wie Hitzestress automatisiert mithilfe von Sensorik und einem Kühlsystem direkt in der Feuerwehrjacke vermieden werden kann. Die Herausforderung betraf zunächst den Aspekt, wie man den richtigen Zeitpunkt automatisiert erkennen kann, an dem sich Feuerwehrleute dem kritischen Punkt nähern, damit man rechtzeitig eingreifen kann. In die Textilien wurden dazu Sensoren eingearbeitet, die Schweiß beziehungsweise die Luftfeuchtigkeit in der Einsatzjacke registrieren und dabei abschätzen, heißt es von den Experten. In einer ersten Laborstudie saßen dafür 19 Teilnehmer mit Schutzanzug, Helm und Sauerstoffflasche in der Sauna und beantworteten anschließend nach zusätzlicher physischer Belastung auf dem Laufband Fragen für einen kognitiven Test – ebenfalls mit der gesamten Ausrüstung. In der Laborstudie wurde dabei auch der Algorithmus trainiert, um den Zeitpunkt zu berechnen, ab dem es den Feuerwehrleuten im Anzug zu heiß wird.

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