Die tauchen was! Smartes Roboter-Team sammelt erfolgreich Müll vom Meeresgrund

Quelle: Fraunhofer-CML 3 min Lesedauer

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Das Seaclear-System, das im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts entwickelt wurde, hat eine Reihe von Tests sowohl in klaren als auch in trüben Gewässern erfolgreich bestanden.

Müllprobleme im Meer könnten bald auf smarte Art und Weise gelöst werden. Denn ein Projekt, bei dem auch das Fraunhofer-CML involviert ist, entwickelt ein Team aus autonomen Robotern, die jeglichen Müll identifizieren und sammeln können. Hier das Schema des Zusammenspiels.(Bild:  Fraunhofer-CML)
Müllprobleme im Meer könnten bald auf smarte Art und Weise gelöst werden. Denn ein Projekt, bei dem auch das Fraunhofer-CML involviert ist, entwickelt ein Team aus autonomen Robotern, die jeglichen Müll identifizieren und sammeln können. Hier das Schema des Zusammenspiels.
(Bild: Fraunhofer-CML)

Das Seaclear-System, das Müll aus dem Meer sammeln soll, besteht aus mehreren miteinander verknüpften Komponenten. Das Basisschiff fungiert als zentrale Einheit, die zwei ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge (ROV) einsetzt und steuert. Es gibt ein kleines ROV für das Scannen und ein größeres für das Einsammeln des Mülls. Die Abfälle werden in einem speziellen Korb, entwickelt vom Fraunhofer-CML, deponiert. Zusätzlich überwacht und kartiert eine Drohne aus der Luft die Meeresoberfläche und hilft bei der Identifizierung von Hotspots aus Müll, wie es weiter heißt. Diese drei Elemente arbeiten zusammen, um eine Karte des Meeresbodens zu erstellen, Abfälle aufzuspüren und sie anschließend effizient einzusammeln und zu entfernen. In seinem derzeitigen Entwicklungsstand kann das Seaclear-System bis zu 7 Kilogramm Gewicht heben. Der Greifer kann das Volumen von zwei 2-Liter-Trinkflaschen aufnehmen und die Roboter sammeln Abfall in Gewässern mit einer Tiefe von bis zu 10 Metern ein. Wenn das System für den kommerziellen Betrieb verbessert wird, wird es mit bis zu 70 Prozent geringeren Kosten arbeiten als Taucher.

Künstliche Intelligenz bezwingt maritime Müllberge

Die Forschung wurde im Rahmen eines Horizont 2020-Projekts unter der Leitung der TU Delft in den Niederlanden finanziert. Am Ende des Projekts stand ein voll funktionsfähiges System, das seine Funktionalität unter Beweis stellte. Diese, wie es heißt, bahnbrechende Innovation zeigt, welches Potenzial die autonome Robotik hat, um das drängende Problem der Meeresverschmutzung anzugehen. Der Abfall beeinträchtigt ja schließlich nicht nur die Schönheit und Unberührtheit der Meereslandschaften, sondern zerstört auch Lebensräume, gefährdet und vergiftet Meereslebewesen und beeinträchtigt ganze Unterwasser-Ökosysteme. Das Problem wird dadurch verschärft, dass ein großer Teil des Mülls auf dem Meeresboden landet, wo er nur schwer zu finden und zu entfernen ist. Seaclear hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, diesen Unterwassermüll mit autonomer Robotertechnik zu bekämpfen. Eines der wichtigsten Merkmale des Seaclear-Systems sei seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bedingungen, einschließlich unterschiedlicher Wassereigenschaften und verschiedener Arten von Abfällen. Leider gibt es überall Müll, aber unterschiedliche Arten von Müll kommen an unterschiedlichen Orten vor, merken die Forscher an. Im Hamburger Hafen, einem der Testgebiete von Seaclear, gibt es zum Beispiel schwerere Industrieabfälle, während in den touristischen Gebieten Kroatiens leichtere und vielfältigere Abfälle wie Plastikflaschen und -tüten das Problem sind. Künstliche Intelligenz (KI) ist für die Funktionalität von Seaclear von zentraler Bedeutung.

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