Greiftechnik

So flexibel ist der Jumboflex von Schmalz

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Auch ein zweckentfremdeter Greifer arbeitet zuverlässig

Eine ganz andere Herausforderung wartet in der sogenannten Fertigung 5. Dort ist ein Jumboflex an einem Nebenschauplatz im Einsatz. Es geht darum, 10 bis 15 Kilogramm schwere Muffen im 10-Minuten-Takt vom Laufband in einen Auffangkorb rutschen zu lassen. Von Zeit zu Zeit – quasi nebenbei – stapelt ein Arbeiter diese aufrecht auf eine Palette. Dabei kommt er pro Tag auf bis zu 110 Stück. Um ihn zu entlasten, suchte Aliaxis bei Schmalz nach etwas, das auch bei der gewölbten Oberfläche beim Aufrichten das Produkt sicher hält. Die Vakuumexperten kombinierten dafür einen Jumboflex 35 mit einem Rundsauggreifer plus Silikonschürze. Dieser ist um 90 Grad schwenkbar und erlaubt das manuelle Ausrichten der Last. Dass der eigentlich für Kunststoffsäcke und eingeschweißte Packstücke erdachte Balgsauger mit noch komplexeren Geometrien klarkommt, beweist er eine Halle weiter.

Auch die jüngste Investition erspart Rückenschmerzen

Denn hier steht ein Gitterwagen, in dem auf mehreren Ebenen schwarze T-Stücke aus Kunststoff warten. Ein Arbeiter hebt sie aus dem Wagen auf die Vorrichtung der Wickelanlage, entnimmt sie für die weiteren Bearbeitungsschritte und verpackt sie anschließend. Achtzigmal pro Schicht läuft das ab und bis zum letzten Jahr manuell. Doch diverse Ausfallzeiten deuteten an, dass hier Abhilfe nötig war. Die Herausforderung lag in der unterschiedlichen Geometrie der Werkstücke, denn hier bekommen sowohl Winkel als auch T-förmige Verbindungselemente den für das spätere Heizwendelschweißen notwendigen Draht. Auch werden sie aus dem Etagenwagen entnommen. Es brauchte also einen Greifer, der für jedes Werkstück und jeden Handhabungsvorgang geeignet ist. Schmalz sei der einzige Anbieter, der das Greifen der T-Stücke zuverlässig garantieren könne.

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Weil die verschiedenen Werkstücke zwischen 10 und 13 Kilogramm wiegen, reicht auch hier ein Jumboflex 35. Er hängt auch wieder an einem Säulenschwenkkran, der mit einem besonderen Zubehör ausgestattet ist – einer Schleppkette des Typs V-Chain. Sie verpackt das Schlauchpaket der Vakuumzufuhr zuverlässig und hält den Bereich unterhalb des Auslegers frei, heißt es. Das ist wichtig, weil der Aluminiumausleger über die Wickelanlage und den Handarbeitsplatz schwenkt. Diese Investition gehöre zu den jüngsten, die das Unternehmen sich geleistet hat. Und es habe sich gelohnt, denn dass das Team die ergonomische Hebehilfe angenommen habe, bemerkten die Vorgesetzten an den seltener gewordenen Krankmeldungen in puncto Rückenbeschwerden.

Manchmal ist es gut, wenn etwas einen Haken hat!

Einhängehaken, Mehrfachgreifer, Rundsauger mit Silikonschürze machten die bis zum Bediengriff nahezu identischen Jumboflex-Konfigurationen einzigartig. Die verschiedenen Lastaufnahmevarianten kommen bei Aliaxis Deutschland deshalb auch entsprechend ihren Stärken zum Einsatz und sind bei Bedarf schnell gewechselt. Diese Funktion spielt nicht zuletzt bei der Endkontrolle der Friamat-Schweißgeräte eine wichtige Rolle. Die findet in einer kleineren Halle statt, wo es recht ruhig ist. Der Vakuumerzeuger sitzt dort samt Schallschutzhaube im angeschlossenen Lager, denn hier will keiner auf den Jumboflex verzichten. Der Säulenschwenkkran steht neben der Prüfanlage für die Schweißgeräte, mit denen Rohrleitungsbauer die Muffen, T-Stücke und Winkel auf der Baustelle später fest verbinden. Anfangs ist der Einhängehaken am Jumboflex montiert. Mit ihm hebt der Techniker das fertig montierte Gerät in die Station und startet den 20-minütigen Testdurchlauf. Hat es diesen bestanden, kommt es in einen Transportkoffer, was schwebend am Schlauchheber geschieht. Der Versand erfolgt in einem Karton. Um auch diesen rückenschonend auf die Palette zu stapeln, wechselt der Werker mit wenigen Handgriffen den Haken gegen einen Doppelsauggreifer. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wo der Haken ist, damit er das nächste 18 Kilogramm schwere Gerät prüfen kann. Insgesamt schafft der Mitarbeiter so etwa 16 Testdurchläufe pro Tag.

Alles in allem schätzt man bei Aliaxis, dass Kran, Schlauchheber und Lastaufnahmemittel aus einer Hand kommen und ein geprüftes Gesamtsystem darstellen. Denn optimal aufeinander abgestimmte Komponenten schützen vor Unfällen im Betrieb. Denn Sicherheit ist das A und O. Am Werktor gilt es schließlich, die Warnwesten und Schutzbrille wieder abzugeben und in den eigenen Schuhen das sichere Werksgelände zu verlassen – natürlich auf dem abgegrenzten Fußgängerpfad.

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