Rekordzahlen Sonderschau Bildung zur EMO 2025 zieht viele Teilnehmer an

Quelle: VDW 3 min Lesedauer

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Mitte des Jahres beschäftigte die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie 64.925 Personen – zwei Prozent weniger als 2023. Im Rahmen der EMO 2025 wollen sich aber erfreulich viele über die Branche informieren.

Ran an die Technikkarriere! Denn im Rahmen der Sonderschau Bildung zur EMO 2025 können junge Leute modern Technik hautnah und mit Spaßfaktor erleben. Einen besonderen Leckerbissen bietet dazu etwa der Robocoaster von Kuka (Halle 6, Stand F23).(Bild:  Kuka)
Ran an die Technikkarriere! Denn im Rahmen der Sonderschau Bildung zur EMO 2025 können junge Leute modern Technik hautnah und mit Spaßfaktor erleben. Einen besonderen Leckerbissen bietet dazu etwa der Robocoaster von Kuka (Halle 6, Stand F23).
(Bild: Kuka)

Andre Wilms, Geschäftsführer bei der Nachwuchsstiftung Maschinenbau, ist auch für die Sonderschau Bildung im Rahmen der Weltleitmesse EMO verantwortlich. Vom 22. bis 26. September empfängt die Nachwuchsstiftung Maschinenbau in Halle 7 am Stand A30 über 850 junge Menschen der Sekundarstufe I. „Das ist Rekord“, freut sich Wilms. Doch aktuell wird der Fachkräftemangel überlagert von der schwachen Konjunktur, kommentiert Wilms. Und weiter: „Ich bin überzeugt davon, dass uns die fehlenden Fachkräfte sehr schnell wieder einholen.“ Entsprechend hoch dürften die Anstrengungen werden, stetig für technischen Nachwuchs sorgen zu können, befürchtet der Experte. Das Interesse der Jugend an Technik und fundierten Informationen vor dem Berufseinstieg scheint nach Ansicht von Wilms aber derzeit zu wachsen, was er als Chance betrachtet, dass die Werkzeugmaschinenbranche viele davon überzeugen kann, dort Fuß zu fassen.

Attraktive Partnerhilfe zur Sonderschau Bildung

Gemeinsam mit 16 Partnern aus der Industrie bietet die Sonderschau Bildung deshalb erneut ein attraktives Programm, verspricht Wilms. Aber auch Bildungsanbieter wie Worldkills Germany, die das Finale der deutschen Meisterschaft im CNC-Drehen austragen, und die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) beteiligen sich an der Sonderschau in Hannover. Drei interaktive Formate sollen die jungen Leute dabei inspirieren und Technikbegeisterung wecken. Dazu gehört etwa der Bau eines Fomel-1-Modellwagens, ein Berufe- und Technikparcours mit Stationen zum Ausprobieren und die Techventure-Rallye der WGP. „Nach unserer tollen Teilnahme an der Schülerrallye auf der EMO 2023 sind wir auch dieses Jahr wieder mit Begeisterung dabei”, so Anja Schuhmann, Trainerin bei Heidenhain aus Traunreut. Auch sie sei überzeugt, dass praxisnahe und spielerische Lernformate jungen Menschen den Zugang zu Technik erleichterten und sie nachhaltig motivierten, eine entsprechenden Beruf zu wählen.

Eine informative Tech-Rallye feiert Hochkonjunktur

Spezialisten der WGP befürchten aber auch seit Langem einen gravierenden Mangel, wenn es um den Nachwuchs bei den technischen Fachkräften und Studenten der Ingenieurfächer geht. Deshalb hat man eine Nachwuchsinitiative ins Leben gerufen, die zeigt, wie spannend und breit gefächert technische Berufe sein können und wie vielfältig Mint-Studiengänge sind. Die Rallye „Techventure – Technik ist mehr als Mathe“ findet deshalb auch bereits zum zweiten Mal auf einer EMO statt. Sie ist eine von mehreren Maßnahmen der WGP für die Nachwuchswerbung mit Blick auf die Sekundarstufe 1 aller Schulformen, wie man erfährt. Die bisherigen Erfahrungen zeigten auch, dass alle Beteiligten – von der Lehrerschaft über die Jugendlichen bis hin zu den teilnehmenden Ausstellern – das Ganze als spannendes Konzept ansehen. Das erkläre, warum sich für die EMO Hannover 2025 so viele Schulen wie noch nie angemeldet haben. Die Rallye wird deshalb auch nicht mehr nur an zwei, sondern an allen fünf Messetagen (mit teilweise sogar zwei Durchgängen pro Tag) durchgeführt. Täglich werden also mindestens fünf Gruppen à zehn Schülerinnen und Schüler durch die Hallen streifen. Jede Gruppe folgt dabei – gesteuert über Handys – einem eigenen Routenplan, der sie zu Ausstellern und Forschungsinstituten schickt, die an der Rallye teilnehmen. Mit dabei sind die Blohm, DMG Mori, Elha, Heidenhain, Horn, Profiroll, Spinner und Zoller sowie die Forschungsinstitute IOT Aachen, IWF Berlin, IFW Hannover, FBK Kaiserslautern und das WBK Karlsruhe.

Werkzeugmaschinen sind heute interessante Hightech-Systeme

Das Ziel der Rallye ist es, das breite Spektrum der Branche zu demonstrieren, erklären die Macher. „Uns ist es wichtig, für Technik zu begeistern. Wir wollen zeigen, dass Werkzeugmaschinen Hightech bedeuten, für die viele Disziplinen aus dem technischen Bereich zusammenarbeiten müssen”, bringt es Ronny Müller, Head of Sales & Marketing bei der Blohm Jung GmbH aus Hamburg, auf den Punkt. Im Fokus stehen Themen wie Energieeffizienz, klimaneutrale Produktion, neue Prozesse für teilweise neuartige Produkte, Digitalisierung der Fabriken und auch die Transformation zur Kreislaufwirtschaft. Die Aufgaben zeigen, wie Produktionstechniker in der Industrie die Gesellschaft, das tägliche Leben der Menschen und damit die Zukunft aller beeinflussen können, so Gerda Kneifel, Pressesprecherin der WGP und verantwortlich für die Organisation von Techventure. Man darf gespannt sein, was die jungen Interessierten in diesem Jahr erleben, erfahren und auch praktisch herstellen dürfen.

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