Müga Sonderstellung im Maschinenbau

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Als Nachfolger des Maschinenbauers Steinel hat Müga den Service von etwa 500 Maschinen übernommen. Das ist aber nicht das einzige Standbein des nach der Jahrtausendwende gegründeten

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Als Nachfolger des Maschinenbauers Steinel hat Müga den Service von etwa 500 Maschinen übernommen. Das ist aber nicht das einzige Standbein des nach der Jahrtausendwende gegründeten Unternehmens in Villingen-Schwenningen. Inzwischen sind weitere Geschäftsfelder hinzuge-kommen, wie die Werkstück-Applikationstechnik: die Konstruktion, Fertigung und Lieferung komplexer Spannvorrichtungen für Bearbeitungszentren. „Das Geschäftsfeld mit den größten Zuwachsraten umfasst allerdings das Neumaschinenprogramm“, berichtet Müga-Geschäftsführer Helmut Müller. Es beinhalten vertikale Bearbeitungszentren und CNC-Drehmaschinen. In diesem Feld wurde im Durchschnitt ein Umsatzzuwachs im zweistelligen Bereich in den vergangenen Jahren erzielt.

Diese positive Entwicklung führt Müller auf „eine Sonderstellung“ zurück, die Müga unter den Maschinenbauern hat. Sie basiert auf einer engen Vertriebs- und Entwicklungspartnerschaft mit zwei asiatischen Maschinenbauern. Dadurch ist es laut dem Geschäftsführer gelungen, „technisch anspruchsvolle Maschinen mit einem attraktiven Preis anbieten zu können“. Die Maschinen werden in großer Stückzahl für den Weltmarkt gebaut. „Daraus entsteht ein klarer Kostenvorteil, den wir an unsere Kunden weitergeben“, berichtet Müller. Die Maschinen seien ausgereift und erprobt. Darin sieht er „ganz entscheidende Vor-teile: reduzierte Investitionskosten trotz anspruchvoller Technik, gepaart mit hoher Zuverlässigkeit“. Daraus resultiere entweder eine hohe Produktivität oder eine Verringerung der Stückkosten.

Reduzierung der Stückkostenmit bezahlbaren Maschinen

Der Absatzmarkt von Müga ist vor allem Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dort möchte der Kunde keine Universalmaschine, sondern eine Lösung für eine bestimmte Werkstückbearbeitung. Für Müga ergibt sich daraus die Notwendigkeit, die Maschinen auf das Kundenwerkstück einzurichten und – auf Wunsch – die Werkstückhandhabung zu automatisieren. „Im Fokus steht dabei die Reduzierung der Stückkosten“, erläutert Müller. Dafür suchen insbesondere kleine und mittelständische Kunden Maschinen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie möchten nicht das technisch Machbare, sondern das wirtschaftlich Sinnvolle. „Es besteht ein sehr großer Bedarf an bezahlbaren CNC-Dreh- und Fräsmaschinen“, stellt der Geschäftsführer fest. Dafür würden sich „inzwischen auch immer mehr Großunternehmen entscheiden, die mit spitzem Bleistift rechnen“.

Inbesondere kleine und mittelständische Metallbearbeiter wenden sich dabei an einen Full-Service-Partner, der sie nicht nur hinsichtlich der Maschinentechnik, sondern auch bei der Bearbeitungsaufgabe betreut. Denn die Maschinen werden immer differenzierter. „Es gibt inzwischen für fast jede Aufgabe die dafür speziell zugeschnittene Maschine“, erläutert Müller. Die große, kostenintensive Universalmaschine sei passée. Es werde auf das Teilespektrum bezogen investiert.

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