Werkzeugmaschinen

Spanischer Hersteller MTE setzt auf stabile Maschinen

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Wäre Regelungstechnik nicht eine Möglichkeit, Stabilität zu erreichen?

Nur teilweise. Die Regelungstechnik in der Steuerung zum Reduzieren von Rattern und Vibrationen stellen die großen Steuerungshersteller Heidenhain und Siemens bereits im Standard zur Verfügung. So werben heute manche Hersteller von großen Fräsmaschinen zum Teil mit aufwendigen, teuren und empfindlichen Schwingungsdämpfungssystemen. Diese sollen Probleme lindern, welche erst mit dem kostensparenden Leichtbau ihrer Maschinen aufgetreten sind. Wir setzen dagegen auf den konservativen stabilen Maschinenbau.

Spielt Retrofit bei XXL-Maschinen eine Rolle?

Jetzt noch keine wesentliche. Unsere Maschinen befinden sich erst seit rund 20 Jahren auf dem Markt, doch es kommt langsam auf uns zu. Wir werden das Retrofit von unserem Standort Montabaur aus vornehmen.

Erhalten Ihre Kunden auch eine virtuelle Werkzeugmaschine, um beispielsweise Kollisionsbetrachtungen anzugehen?

Ja, es gibt jede MTE-Maschine für den Kunden kostenfrei als 3D-Modell. Außerdem bauen wir in unsere Anlagen bereits in der Grundausstattung Systeme zur Kollisionsüberwachung ein. Wir virtualisieren also den kompletten Maschineninnenraum mit allen Komponenten und machen eine Kollisionsbetrachtung mit allen eigenen Komponenten der Maschine. Sie kann sich also bei Fehlbedienung nichts selbst beschädigen.

Nutzen die Kunden die virtuelle Maschine auch selbst?

Ja, viele Anwender brauchen sie für das Programmieren. Das berichtete uns ein namhafter Hersteller von derartigen Systemen, mit dem wir eng zusammenarbeiten. Wir liefern unseren Kunden Volumenmodelle mit allen Kinematiken in allen gewünschten gängigen Dateiformaten, welche diese dann für den Einsatz von Programmiersoftware nutzen und mit denen sie beispielsweise mit ihren Werkstücken Kollisionsbetrachtungen machen.

* Das Interview führte Nikolaus Fecht, Fachjournalist in Gelsenkirchen

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