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Ein weiterer Trend, so Michelberger, sind wartungsarme Drehfutter – vor allem in der Großserienfertigung: „Schunk hat mit dem neuen Drei- und Sechsbackenfutter Rota NCS ein hermetisch dichtes Futter entwickelt, das unter optimalen Voraussetzungen bis zu sechs Monate im Dauerbetrieb eingesetzt werden kann.“
Keine Frage, das perfekte Zusammenwirken von Werkzeugmaschine und Spannzeug ist unerlässliche Voraussetzung zur Erzielung maximaler Wirtschaftlichkeit. Anwender von Dreibackenfuttern mit Pendelbacken für Sechspunktspannungen kennen die Problematik: die Verschmutzung der Pendelmechanik, wodurch die Pendelwirkung aufgehoben wird. „Ein weiteres Problem ist, dass die Pendelbacken aufgrund ihrer geometrischen Eigenschaften nur einen kleinen Spannbereich abdecken“, konstatiert Volker Henke, Geschäftsführer der HWR Spanntechnik in Oyten, und offeriert als Lösung die Pendelbrücken Inozet, die in wenigen Minuten auf die Grundbacken des vorhandenen Futters montiert werden.
Wie er erläutert, können auf diesen Pendelbrücken über die durchgehend zentrisch verlaufende Verzahnung Standardbacken aufgenommen werden: „Dadurch kann mit unseren Pendelbacken und einem Satz Standardbacken der gesamte Spannbereich abgedeckt werden.“ Vor allem beim Spannen von verformungsempfindlichen Werkstücken und unrunden Rohteilen können die Pendelbrücken Inozet ihre Stärke ausspielen.
Kontrolleinheit überwacht pneumatische Drehfutter
Beim Spannen geht es allerdings nicht nur darum, Werkstücke schnell und einfach zu fixieren, sondern auch sicher. Und in dieser Hinsicht gibt es beim Drehen Verbesserungsbedarf, weiß Michelberger: „Alle am Markt befindlichen pneumatischen Drehfutter weisen Lücken auf, wenn es darum geht, sie mit einem Maximum an Sicherheit und orientiert an den Forderungen der Kunden anzusteuern.“
Pneumatische Drehfutter werden bauartbedingt im Betrieb nicht dauerhaft mit Luft versorgt. Aus diesem Grund muss die Sicherheitsabfrage zuverlässig beim Spannvorgang erfolgen, und das unabhängig davon wie unterschiedlich der Kunde die Futter einsetzt. „Mit unserer neuen Kontrolleinheit Elke 24/2F ist dies mit neuen Maßstäben möglich“, betont Michelberger, „es können ein oder zwei Futter in fünf unterschiedlichen Betriebsarten angesteuert werden.“
Die Kontrolleinheit habe eine doppelte Sicherheitsabfrage integriert: Mit Druck- und Differenzdruckmessung können kleinste Leckagen oder sonstige Fehler erkannt werden. „Als Highlight kann zusätzlich noch eine drahtlose Funküberwachung integriert werden, so können, einzigartig am Markt, die Futter auch im Betrieb permanent überwacht werden“, erklärt Michelberger.
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