JEC 2014 Spezialventil verbessert die Vakuuminfusion

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Bei der Herstellung von hochwertigen Faserverbundwerkstoffen gilt es, die Fasern einheitlich und homogem mit der Harzmatrix zu durchtränken. Ein patentiertes Ventil soll diesen Vorgang in Zukunft noch prozesssicherer und einfacher machen. Es wird in Paris erstmalig dem Publikum vorgestellt.

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Das neuartige MTI-Valve verbessert die Vakuuminfusion mittels MTI-Leitung. Es reguliert die Harzinfusion in das Bauteil, sodass ein optimaler Faservolumengehalt erreicht wird.
Das neuartige MTI-Valve verbessert die Vakuuminfusion mittels MTI-Leitung. Es reguliert die Harzinfusion in das Bauteil, sodass ein optimaler Faservolumengehalt erreicht wird.
(Bild: DD-Compound)

Das von DD-Compound entwickelte Membrane-Tube-Infusion-Verfahren (MTI) hat schon, wie es heißt, Eingang in Wissenschaft und Wirtschaft gefunden, und im Zuge dessen werde sowohl die klassische Vakuuminfusion als auch die Handlamination auf den MTI-Prozess umgestellt. Das neuartige MTI-Valve soll nun das MTI-Verfahren verbessern. Es reguliere selbstständig die Harzinfusion in das Bauteil.

Ventil steuert Harzinjektion über Druck

Dabei ist das Ventil laut Hersteller so eingestellt, dass ein optimaler Faservolumengehalt erreicht wird. Es sorge so für eine sehr hohe Qualität der Bauteile mit reproduzierbaren Ergebnissen. Zudem ist es sicher und einfach in der Anwendung, wie es weiter heißt. Damit erfülle die Vakuuminfusion mittels MTI-Verfahren und -Valve alle Anforderungen der Produktion von carbon- und glasfaserverstärkten Bauteilen. Zu Beginn des Prozesses liegt Vakuum am Bauteil an. Während der anschließenden Infusion verändert sich, bezogen auf den Umgebungsdruck, mit der Menge des infusionierten Harzes kontinuierlich der Druck auf das Bauteil. Im Verlauf der Infusion stellen sich dadurch die einzelnen Fasern des Gewebes beziehungsweise des Geleges auf und werden mit Harz benetzt. Je mehr sich der auf das Teil wirkende Unterdruck dem herrschenden Umgebungsdruck annähert, desto höher stellen sich die Fasern auf. Durch diesen Effekt werden sie immer besser mit der Harzmatrix umhüllt. Allerdings ist der optimale Faservolumengehalt bereits vor der höchstmöglichen Aufstellungsposition der Fasern und der entsprechenden Menge an injiziertem Harz erreicht.

  • die Vakuuminfusion wird sicherer und einfacher;
  • die FVK-Teile erreichen optimalen Faservolumengehalt;
  • höhere Teilequalität wird leichter erreicht;
  • Arbeitszeit und Kosten werden gesenkt.

Das Spezialventil wird in die Harzleitung eingesetzt und steuert die Harzinjektion über den Druck. Es stellt während der Infusion für das Infusionsharz einen Gegendruck zum Unterdruck im Bauteil dar. Ist dieser Gegendruck zu groß, stoppt die Infusion und kein weiteres Harz gelangt in das Bauteil.

Dabei verhalte sich das Ventil so, dass der Gegendruck genau dann zu groß für das Harz wird, wenn am Bauteil der Unterdruck wirkt, bei dem sich die Fasern bis zu dem Punkt aufrichten, der die beste Benetzung mit Harz gewährleiste; so werde der optimale Faservolumengehalt sicher erreicht. Das bedeutet laut DD-Compounds aber auch, dass die Harzeinleitung nicht mehr überwacht werden muss – vorausgesetzt, es ist ausreichend Harz vorhanden. Das MTI-Verfahren eignet sich für Prototypen, kleine Sicht- und Funktionsteile, aber auch für Rotorblätter von Windkraftanlagen. ■

* Weitere Informationen: Die DD-Compound UG stellt auf der JEC 2014 in Halle 7.3, Stand E41 aus. Tel. (0 54 51) 9 95 32-77, info@dd-compound.com, www.dd-compound.com

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