HG Grimme Systech Spezielle Gantry-Fräse bearbeitet Thule-Dachboxen im Schnelldurchlauf

Redakteur: Peter Königsreuther

Jedem sind die auf vielen Pkw-Dächern zur Reisezeit befindlichen Thule-Dachboxen bekannt. Damit diese großformatigen Kunststoffteile auf Endkontur kommen, werden sie mechanisch bearbeitet. Das schafft eine spezielle Fräsanlage jetzt noch schneller.

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Ein Hightech-Maschinenkonzept wird per Handschlag auf Erfolgskurs geschickt. Links: Wolfgang Grimme, Geschäftsführer von HG Grimme Systech GmbH und daneben Alex Emmerling, Leiter des Werkes der Thule GmbH in Neumarkt i. d. Oberpfalz.
Ein Hightech-Maschinenkonzept wird per Handschlag auf Erfolgskurs geschickt. Links: Wolfgang Grimme, Geschäftsführer von HG Grimme Systech GmbH und daneben Alex Emmerling, Leiter des Werkes der Thule GmbH in Neumarkt i. d. Oberpfalz.
(Bild: HG Grimme)

Wolfgang Grimme von der HG Grimme Systech GmbH in Wiedergeltingen und Alex Emmerling, Leiter der Thule GmbH in Neumarkt, freuen sich über ein erfolgreiches Maschinenprojekt, wie berichtet wird. HG Grimme Systech hat, wie es weiter heißt, zur Bearbeitung der Thule-Dachboxen aus Kunststoff, eine sogenannte drei-kanalige Gantry-Fräsanlage entwickelt und gebaut, die mit insgesamt vier Fräsköpfen gleichzeitig arbeitet.

Große Bauteile elegant einschleusen

Das Shuttlesystem, bei dem die Tische im Wechsel nach vorne und nach hinten aus der Maschine fahren, schaffe für große Werkstücke, wie eben diese Dachboxen, eine einfache und elegante Belademöglichkeit, welche nachträglich durch ein Handlingsystem auch automatisiert werden könne. Im Bearbeitungsraum wird ein Boxenboden dabei mit vier Frässpindeln gleichzeitig bearbeitet (Zeitersparnis 35 %), während außerhalb zeitgleich ein Boxendeckel bestückt wird, der anschließend mit zwei Frässpindeln bearbeitet wird, wie HG Grimme erklärt.

Konturflexibles Spannsystem

Auch die flexible Spannvorrichtung zur schnellen Fixierung der Dachboxen sei von HG Grimme Systech kundenspezifisch entwickelt und angefertigt worden. Es können nun auch unterschiedliche Typen von Boxenböden bearbeitet werden, ohne dass die Vorrichtung gewechselt werden muss, wie Grimme betont. Dies werde dadurch erreicht, das ein einfaches, werkzeugloses Umstecken der Aufnahmepunkte möglich ist. Mit diesem Maschinenkonzept für die Kunststoffbearbeitung lassen sich laut Grimme auch große Stückzahlen für den Automobilmarkt wirtschaftlicher fertigen. MM

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