Honen

Spezifische Maschinensteuerung macht das Honen transparenter

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Wäre das Honen immer ein Einzelprozess, wäre vieles einfacher. Das Honen ist aber meist eine sequenzielle Arbeitsfolge über mehrere Stationen vom Vorhonen bis zum Fertighonen; dazwischen müssen Messstationen das Werkstück prüfen, welche die Bearbeitungszustände mikrometergenau erfassen und ihre Daten an die Steuerung weitergeben.

Um auch für die Maschinengenerationen der Zukunft gerüstet zu sein, haben die Konstrukteure die HMC100 bereits für 40 Achsen ausgelegt und außerdem wurden alle heute gängigen Honprozesse integriert. Darunter auch die Kadia-spezifischen High-End-Bearbeitungsprogramme, wie etwa das Paarungshonen und das sogenannte kraftgeführte Honen.

Ohne Klick-Odyssee und Menüdschungel beim Honen ans Ziel

Experten des Nürtinger Unternehmens wie auch die Softwarespezialisten des Entwicklungspartners haben in einer intensiven einjährigen Konzeptionsphase eine intelligente Navigationsstruktur erarbeitet, mit der die komplexen Vorgänge beim Honen jetzt wesentlich einfacher verstanden werden.

Drei ständig zugängliche Buttons – Menü, Maschinen- und Prozessübersicht – bieten zu jeder Zeit einen schnellen Zugriff auf alle Bedienoberflächen der Steuerung. Es gibt keine unübersichtlich verschachtelten Navigationsebenen oder langwierige Klickereien, bis der Anwender das gewünschte Dialogfeld vor sich sieht. Fast die komplette Bedienung der Maschine erfolgt im Grunde auf zwei Ebenen. Bis zu acht Stationen lassen sich in der Prozessübersicht auf einmal darstellen. Editoren für die Werkstück- und Programmverwaltung runden die Bedienmöglichkeiten ab. Grafiken bringen das Wesentliche schneller und unmissverständlicher zum Ausdruck als Tabellen. So war es von Anfang an das Entwicklungsziel, so viel wie möglich durch Grafiken und Symbole darzustellen. Kadia hat daher speziell für sämtliche Prozesse und Stationen bis hin zu den Werkzeugen eine eigene, neue Bildersprache entwickelt. Denn erst diese umfangreiche bildliche Unterstützung macht eine unkomplizierte, intuitive Bedienung möglich.

Die Praxiserfahrung der Bediener und Einrichter berücksichtigt

Kadia ist überzeugt, mit der HMC 100 einen neuen Standard für den Dialog mit Honmaschinen gesetzt zu haben. Um ein möglichst praxisgerechtes System zu bieten, sind außerdem die verschiedenen Erfahrungen und Wünsche der Bediener und Einrichter – auch die der Kunden – sowie der Servicetechniker bei der Erarbeitung der Bedienoberfläche eingeflossen.

Die gute Transparenz und der optimierte Bedienungskomfort verschaffen dem Nutzer wichtige Vorteile bei seiner Arbeit: Allen voran führt die leichtere Erlernbarkeit der Maschinenbedienung zu einer deutlichen Reduzierung von Programmierfehlern. Daraus resultieren weniger Maschinenstillstände und eine höhere Wirtschaftlichkeit. Wo die Schnittstelle Maschine-Mensch stimmig ist, da geht weniger kostbare Zeit verloren.

Das Bedienpanel der Steuerung erhielt bereits zwei wichtige Design-Preise: den IF Design Award und den Red Dot Design Award. Diese Auszeichnungen basieren nicht nur auf gefälligen optischen Eindrücken, sie berücksichtigen das Gesamtkonzept, das heißt auch Ergonomie- und funktionale Gesichtspunkte. Kadia zeigte die HMC100 auf der AMB 2012 in Stuttgart.

* Henning Klein ist einer der Geschäftsführer der Kadia Produktion GmbH + Co. in 72622 Nürtingen

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