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Spritzgieß-Direktverfahren für langfaserverstärkte Thermoplaste

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Spritzgieß-Direktverfahren für Organoblech-Anwendung

Es konnte demonstriert werden, dass der Glasfasergehalt sowie die mechanischen Eigenschaften zum Beispiel durch unterschiedliche Haftvermittlerzugabe während des laufenden Prozesses variierbar sind.

Die Kombination des neuen Spritzgieß-Direktverfahrens mit einer Organoblech-Anwendung in einem Werkzeug von Georg Kaufmann Formenbau war auch eins der Highlights beim Arburg-Auftritt bei der K` 2013. Dort wurden in einem serienreifen Prozess unterschiedliche Organobleche in einem Werkzeug miteinander kombiniert und an vorbestimmten Stellen durchspritzt. Außerdem konnten diverse Durchbrüche ohne Beschädigung des Fasergewebes eingebracht werden. Die Dokumentation der über Messsysteme erfassten und zugeführten Fasermenge pro Spritzzyklus konnte mit der integrierten Qualitätstabelle der Maschinensteuerung erfolgen. Am SKZ entwickelte Maßnahmen zur Inline-Qualitätsüberwachung dokumentierten zusätzlich sowohl die Prozessstabilität als auch die Teilequalität. Dabei wurden beide Organobleche nach der Vorwärmphase sowie jeder Hebel (Bild 4) unmittelbar nach der Entformung durch ein Inline-Thermografiesystem geprüft.

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Die Qualität hat man dabei jetztbuchstäblich im Griff

Die zugehörige Software dokumentiert und visualisiert dabei die Temperaturverteilung der vorgewärmten Organobleche sowie des fertigen Hebels. Überwacht wird auch, ob beispielsweise unter- oder überspritzte Bereiche vorhanden sind. Mithilfe einer Rückkopplung zum Handhabungsgerät lassen sich so fehlerhafte Teile automatisch erkennen und aussortieren. Abschließend erfolgte eine Inline-Biegeprüfung des Hebels, um die strukturellen Eigenschaften sicherzustellen. Unterschiedliche Konzepte des Direkt-Spritzgießverfahrens präsentiert das SKZ im Rahmen der Fachtagung „Direktcompoundieren beim Spritzgießen“ am 12. und 13. November 2014 in Würzburg. Die Teilnehmer sind dazu eingeladen, neben zahlreichen Fachvorträgen das Technikum des SKZ zu besuchen und entsprechende Technologien hautnah zu erleben. MM

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