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Kompletter Schiebersatz mit zwei Fräsern bearbeitbar
Insgesamt nur zwei EHHR-Fräser mit 8 mm Durchmesser – einer zum Vorschlichten, der Zweite zum Fertigschlichten – hatten schließlich ausgereicht, um einen kompletten Schiebersatz auf Endmaß zu bearbeiten. Und dies extrem schnell und mit Topoberflächen. Selbst nach dem letzten Schieber war das Werkzeug so wenig verschlissen, dass man noch weit innerhalb der Toleranz geblieben ist. Man hätte also noch mehr Schieber fräsen können, ehe der EHHR aus der Toleranz gelaufen wäre. Das wurde aber nicht ausprobiert. Aktuell wird im Werkzeugbau von Harting der EHHR in den Durchmessern 6, 8 und 12 mm – aufgrund der unterschiedlichen Bauteile – verwendet. So werden alle aktuellen Schieber-Typen heute nach diesem gemeinsam von Harting und MMC Hitachi Tool entwickelten Muster automatisiert gefertigt. Die erprobte Fertigungsstrategie wird in Espelkamp auch bei den nächsten Projekten angewendet und zum Fertigungsstandard erklärt. Mittlerweile bezieht Harting Applied Technologies im Bereich Hartbearbeitung seinen Bedarf an Fräswerkzeugen zu über 80 % vom japanischen Werkzeughersteller.
Werkzeug- und Formenbau
Evolutionärer Verbesserungsprozess hält Formenbau jung
Hartfräsen als wirtschaftlichere und hochwertigere Alternative zum Flachschleifen
Außer der Qualität der Werkzeuge ist dafür die Kompetenz von MMC Hitachi Tool bei der Verfahrensentwicklung entscheidend, die für die Westfalen immer wichtiger wird. Im Rahmen des von MMC Hitachi Tool speziell für den Werkzeug- und Formenbau entwickelten Fertigungskonzepts „Production 50“ wurde für den Testschieber bei Projektabschluss eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt, die auf Werten für das frühere Flachschleifen basiert und anhand der neuen Fräsprozesse die Kosten exakt dokumentiert und gegenüberstellt. Das Ergebnis: Durch das Fräsen ist gegenüber dem Flachschleifen die bereits angesprochene Kosteneinsparung von 60 % erreicht worden. „Hinzu kommen die deutlich gesunkenen Durchlaufzeiten, die Beseitigung von Fertigungsengpässen beim Schleifen und das durch die Umstellung auf das Fräsen erreichte Plus an Flexibilität. Bei der automatisierten Hartbearbeitung haben wir nun den Durchbruch geschafft“, freut sich Dr. Franke. Hinsichtlich Parallelität, Winkeligkeit, Verschleiß und Prozesssicherheit sei sein Werkzeugbau genau dahin gekommen, wohin man wollte. Und in Sachen Oberflächen und Toleranzen schneide man sogar deutlich besser ab als es die Vorgaben verlangen – und zwar auch im Vergleich zum bisherigen Schleifen.
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