Durchgefallen! Standort Deutschland ist schlechter als Vietnam oder Italien

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Commerzbank offenbart, wie der Mittelstand über Deutschland als Aktionsort denkt. Das Ergebnis ist beschämend ...

Merz hilf! Eine aktuelle Forsa-Umfrage mit Blick auf den deutschen Mittelstand beschert dem Standort Deutschland keine guten Noten. Sogar Italien und Vietnam stehen besser da. Und dann gibt es auch noch die verflixte Sache mit den Zöllen ...(Bild:  vegefox.com - stock.adobe.com)
Merz hilf! Eine aktuelle Forsa-Umfrage mit Blick auf den deutschen Mittelstand beschert dem Standort Deutschland keine guten Noten. Sogar Italien und Vietnam stehen besser da. Und dann gibt es auch noch die verflixte Sache mit den Zöllen ...
(Bild: vegefox.com - stock.adobe.com)

In einer Forsa-Umfrage für die Commerzbank landet Deutschland – immerhin Europas größte Volkswirtschaft – in einer Liste von Wirtschaftsnationen auf Platz 9 hinter Italien und Vietnam. Nur 10 Prozent der 1.525 Unternehmen, die zwischen Mitte November und Mitte Februar befragt wurden, bewerten die Rahmenbedingungen in Deutschland als sehr gut oder gut. Dagegen halten 60 Prozent die Lage für befriedigend beziehungsweise ausreichend. Und 29 Prozent vergeben die Noten 5 oder 6. Auch bedenklich ist, dass für 71 Prozent der Befragten das einmal hoch angesehene Prädikat „Made in Germany“ am Verblassen ist, wie es weiter heißt. Angesichts dieser Entwicklungen hoffen nun alle auf die neue Bundesregierung unter dem gestern gewählten Kanzler Friedrich Merz.

Zölle und Gegenzölle verfinstern die Lage

Für Unsicherheit sorgt dabei auch der Zollstreit mit den USA. Viele suchten deshalb verstärkt nach neuen Absatzmärkten und planten die Erhöhung der Produktpreise, um die höheren Zollkosten auszugleichen. Einer Umfrage der DZ Bank zufolge rechnen vor allem Unternehmen im Metall-, Automobil- und Maschinenbau mit besonders starken negativen Auswirkungen von US-Zöllen und Gegenzöllen. Insgesamt 15 Prozent der 1.007 Mittelständler, die im Rahmen dieser Erhebung geantwortet haben, sehen sich direkt von höheren US-Zöllen betroffen. Rund 50 Prozent fürchten, dass sie indirekt – zum Beispiel durch Preiserhöhungen von Lieferanten – betroffen sein werden. Noch stärker als die US-Zölle könnten mögliche Gegenzöllen der EU den Mittelstand belasten. Denn sollten dieselben eingeführt werden, rechne fast ein Drittel der Unternehmen zum Beispiel mit höheren Einkaufspreisen. Und 46 Prozent befürchten negative Auswirkungen auf ihre Zulieferer.

(ID:50410966)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung