Anhaltende Insolvenzwelle Allianz-Tochter befürchtet global zunehmende Zahl der Insolvenzen

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Der Kreditversicherer Allianz Trade erwartet für 2026 eine steigende Zahl der Insolvenzen. Es handle sich dann um den fünften Anstieg in Folge ...

So schlimm war es schon lang nicht mehr! Trade Allianz hat mal geschaut, was sich weltweit in Sachen Insolvenzen tut. Das Bild, das sich da abzeichnet, ist nicht wirklich ermutigend ...(Bild:  Statistikum)
So schlimm war es schon lang nicht mehr! Trade Allianz hat mal geschaut, was sich weltweit in Sachen Insolvenzen tut. Das Bild, das sich da abzeichnet, ist nicht wirklich ermutigend ...
(Bild: Statistikum)

Die Analysten der Allianz-Tochter Allianz Trade prognostizieren für das kommende Jahr rund fünf Prozent mehr Insolvenzen als bisher. In Deutschland wird das Insolvenzgeschehen dann wohl auch auf einem hohen Niveau bleiben. Allianz Trade glaubt an rund 24.500 Fälle von zukünftigen Insolvenzen in Deutschland, was einem leichten Anstieg um ein Prozent entspricht. Für 2026 lägen die Fallzahlen übrigens so hoch wie seit zwölf Jahren nicht. Wie diverse Medien berichten, erwischt es allein in Deutschland derzeit pro Tag etwa 60 Firmen. Die Gründe für die Unternehmenspleiten sind bekannt: Handelskonflikte durch hohe Zölle, Lieferkettenprobleme und in Deutschland vor allem die Bürokratie und die hohen Kosten für Energie und Personal sowie technologische Trends, die hohe Investitionen erfordern. Hinzu kommt der durch Chinas Regierung verzerrte Wettbewerb mit dort ansässigen Anbietern diverser Produkte, die deshalb zu Dumping-Preisen angeboten werden können. Die Unternehmen würden demnach auf eine harte Probe gestellt, wobei die Gefahr einer Art Dominoeffekt nicht auszuschließen sei.

Entspannender wird es nicht vor 2027

Ein weiteres Risiko bergen laut Meinung der Analysten von Allianz Trade aber auch Neugründungen, die sich in Europa und den USA beschleunigt haben. Start-ups, heißt es da, haben nämlich ein überproportional hohes Risiko, insolvent zu werden. Und ein Ende des Booms um künstliche Intelligenz (KI) – ähnlich der Dotcom-Blase Anfang der 2.000er-Jahre – kann, wenn es dazu kommt, zu einem regelrechten Schock werden, heißt es in der Studie. In Deutschland wären etwa 4.000 zusätzliche Insolvenzen die Folge, sollte eine potenziell existierende KI-Blase platzen. Doch ewig werden die Insolvenzen keine so hohen Wellen schlagen, denn ab 2027 soll dann vor allem in Deutschland eine Wende einsetzen, heißt es weiter. Man erwartet einen Rückgang der Insolvenzen um etwa vier Prozent (auf 23.500 Fälle). Diese Prognose begründen die Autoren mit Konjunkturmaßnahmen der Regierung, die Wirkung, die dann ihre Wirkung entfalten dürften. Weltweit liege der erwartete Rückgang der Pleiten bei einem Prozent.

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