Studie Hohe Preise bei Energie, Rohstoffen und Vorleistungen belasten Betriebe

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

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Steigende Energie- und Rohstoffpreise lassen Betriebe pessimistischer auf das Geschäftsjahr blicken. Viele gehen von einem sinkenden Geschäftsvolumen aus.

Den aktuellen Ergebnissen des IAB-Betriebspanels zufolge waren im Jahr 2023 rund sechs von zehn Betrieben durch das hohe Preisniveau bei Energie, Rohstoffen und Vorleistungen negativ betroffen.(Bild:  Marco Scisetti - stock.adobe.com)
Den aktuellen Ergebnissen des IAB-Betriebspanels zufolge waren im Jahr 2023 rund sechs von zehn Betrieben durch das hohe Preisniveau bei Energie, Rohstoffen und Vorleistungen negativ betroffen.
(Bild: Marco Scisetti - stock.adobe.com)

Die steigenden Preise für Energie, Rohstoffe und Vorleistungen haben im Jahr 2023 die Stimmung in den Betrieben stark gedrückt. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) blicken mehr Betriebe als im Vorjahr pessimistisch auf das Geschäftsjahr und erwarten ein sinkendes Geschäftsvolumen.

Krisenbedingte Belastungen

61 Prozent der Unternehmen berichten von negativen wirtschaftlichen Auswirkungen durch die hohen Preise und Materialknappheiten. Besonders betroffen sind unter anderem Betriebe im verarbeitenden Gewerbe.

Am belastendsten empfanden die wirtschaftlich betroffenen Betriebe die gestiegenen Kosten bei Energie und Treibstoffen. Von den Betrieben, die bisher negativ oder gleichermaßen positiv und negativ von der Krise betroffen waren, gaben 72 Prozent an, durch die Erschwernisse belastet zu sein.

Aber auch gestiegene Kosten für Vorleistungen und Rohstoffe wurden noch von 57 Prozent der befragten Betriebe als belastend empfunden. 42 Prozent gaben außerdem an, unter gestiegenen Personalkosten zu leiden.

Negative Geschäftserwartungen

Die pessimistische Stimmung hat dazu geführt, dass 23 Prozent der Betriebe mit einem Rückgang des Geschäftsvolumens für 2023 rechnen. Dies stellt den vierten aufeinanderfolgenden Jahrgang dar, in dem die Geschäftserwartungen deutlich schlechter ausfallen als vor der Covid-19-Pandemie. Der Anteil der Unternehmen mit einem positiven Jahresergebnis blieb mit 76 Prozent stabil, jedoch wurde das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht. Ein ähnlicher Wert wurde im verarbeitenden Gewerbe erreicht. Hier konnten 75 Prozent der Betriebe das Geschäftsjahr 2022 mit einem positiven Ergebnis schließen.

Blick in die Zukunft

Die Mehrheit der Unternehmen, etwa zwei Drittel, erwartet im ersten Halbjahr 2024 eine stabile Beschäftigung. 24 Prozent rechnen mit einem Beschäftigungszuwachs, während neun Prozent einen Rückgang prognostizieren.

Die aktuelle Lage verdeutlicht laut IAB-Bericht, dass die hohen Preise und die anhaltende Unsicherheit im internationalen Kontext das verarbeitende Gewerbe stark belasten. Die Unternehmen sollten sich auf weitere Herausforderungen einstellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Lesen Sie hier den IAB-Kurzbericht

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