Globaler Rekord

Umsätze im Rüstungssektor erreichen Höchstniveau

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Chinas Rüstung kämpft mit Korruptionsvorwürfen

Bei den Aufrüstungsbemühungen in Europa warnen die Experten von Sipri aber derweil auch vor wachsenden Herausforderungen bei der Beschaffung der für die Rüstungsproduktion benötigten Materialien, von denen viele aus China importiert werden müssen. Besonders die Abhängigkeit von kritischen Mineralien dürfte die europäischen Aufrüstungspläne erschweren. Die chinesische Rüstungsindustrie ringt aber nach Angaben der Friedensforscher selbst mit ganz anderen Problemen: Eine Reihe von Korruptionsvorwürfen bei der chinesischen Waffenbeschaffung haben nämlich dazu geführt, dass große Rüstungsaufträge 2024 aufgeschoben oder storniert wurden. Eine Folge davon ist, dass die chinesischen Rüstungsumsätze um zehn Prozent einbrachen. Dadurch gingen sie in der Region Asien und Ozeanien insgesamt – und trotz beträchtlichen Zuwächsen in Japan und Südkorea – um 1,2 Prozent auf 130 Milliarden Dollar zurück. Damit war diese Weltregion die einzige mit rückläufigen Zahlen.

Das Rüstungsgeschehen in den Kriegsgebieten

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine wirkt sich natürlich auch auf die Zahlen der Rüstungskonzerne in den beiden Ländern aus. So steigerte das ukrainische Unternehmen JSC Ukrainian Defense Industry seine Umsätze laut Sipri um 41 Prozent (auf drei Milliarden Dollar. Die beiden russischen Konzerne Rostec und United Shipbuilding Corporation kamen gemeinsam auf ein Plus von 23 Prozent auf 31,2 Milliarden Dollar) – und das wurde geschafft, obwohl internationale Sanktionen manche Rüstungskomponenten knapp werden ließen. Und der eigene Bedarf des russischen Militärs machte die Verluste durch fallende Rüstungsexporte laut Sipri mehr als wett. Was den Krieg im Gazastreifen angeht, so trug Israels militärisches Vorgehen zum einen zu gesteigerten Umsätzen der drei israelischen Konzerne in der Auflistung bei, die zusammen ein Plus von 16 Prozent (auf 16,2 Milliarden Dollar) verzeichneten. Zum anderen ließ das globale Interesse an fortschrittlicher israelischer Militärausrüstung kaum nach, obwohl die Kritik an Israels Vorgehen in Gaza nicht abebbt. Vielmehr haben wohl mehrere Staaten im letzten Jahr neue Bestellungen bei den israelischen Unternehmen in Auftrag gegeben.

(ID:50645596)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung