Elektroantrieb Kein Land hat so viele E-Autos wie China

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Weltweit steigt die Zahl der Autos mit Elektroantrieb weiter schnell an. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) hat hierzu neue Zahlen vorgestellt.

Die Gesamtzahl an Autos mit Elektroantrieb steigt weltweit kontinuierlich.(Bild:  Michael Fousert/unsplash)
Die Gesamtzahl an Autos mit Elektroantrieb steigt weltweit kontinuierlich.
(Bild: Michael Fousert/unsplash)

Ende 2023 lag der Bestand an Autos mit Elektroantrieb bei rund 42 Millionen, wie Zahlen des ZSW nahelegen. Das waren gut 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gezählt wurden nicht nur reine Stromer, sondern auch Plug-in-Hybride und E-Autos mit sogenanntem Range-Extender (Reichweitenverlängerer). Letztere verfügen häufig über einen kleinen Verbrennungsmotor.

Das Land mit den meisten Autos mit Elektroantrieb ist mit weitem Abstand China: Rund die Hälfte des weltweiten Bestands findet sich laut ZSW dort. Das waren am Stichtag 23,4 Millionen Autos. Weit abgeschlagen mit 4,8 Millionen Fahrzeugen folgen die USW laut Bericht dem Platzhirsch China. Deutschland erreicht mit 2,3 Millionen den dritten Platz vor Frankreich und dem Vereinigten Königreich mit 1,6 und 1,5 Millionen.

An Chinas Dominanz dürfte sich kurzfristig kaum etwas ändern. 2023 wies der Bestand dort mit 60 Prozent ein deutlich stärkeres Wachstum auf als in Deutschland, den USA und den meisten anderen relevanten Märkten.

Neue Impulse in Deutschland gefordert

Um die deutschen Ziele bei der Elektromobilität zu erreichen, brauche der Markt neue Impulse, sagte Andreas Püttner vom ZSW. „Die Wachstumsinitiative der Bundesregierung zur verstärkten Förderung von elektrischen Dienstwagen kann dabei nur ein erster Schritt sein“, meint Püttner weiter. Angesichts klammer Kassen schlägt er vor, klimaschädliche Subventionen konventioneller Fahrzeuge abzuschaffen. Das beträfe etwa den Steuervorteil bei Diesel oder das Dienstwagenprivileg für Verbrenner.

VW auf Platz 3 der Neuzulassungen

Größte Hersteller von reinen Stromern und Plug-in-Hybriden waren 2023 die chinesische Marke BYD mit gut 3 Millionen Neuzulassungen, Tesla mit 1,8 Millionen und VW mit einer Million. BMW schaffte es mit knapp 570.000 Fahrzeugen auf Rang sechs, Mercedes mit gut 400.000 auf den 10. Platz. Auch beim Bestand dürfte die Rangfolge ähnlich aussehen. Echte Bestandszahlen nach Marken nannte das ZSW allerdings nicht.

Das Tesla Model Y ist das weltweit häufigste E-Auto

Nach den kumulierten Neuzulassungszahlen stammen die beiden häufigsten Autos mit Elektroantrieb von Tesla: Das Model Y mit knapp 2,5 und das Model 3 mit gut 2,3 Millionen Fahrzeugen. Der Hersteller profitiert dabei allerdings auch davon, dass sich angesichts seiner eher schmalen Produktpalette, die Käufe auf wenige Modelle konzentrieren. Die deutschen Hersteller schneiden in diesem Ranking deutlich schlechter ab: Lediglich der VW ID.4 schafft es in die Top 10. Mit gut 510.000 kumulierten Neuzulassungen liegt er weltweit auf Rang sieben.

„Für das Erreichen der deutschen Klimaschutzziele wird dringend ein attraktives Angebot in den unteren und mittleren Fahrzeugsegmenten benötigt, sodass eine größere Käuferschicht erreicht werden kann“, sagt Püttner. Füllten die deutschen oder europäischen Hersteller diese Lücke nicht, bestehe die Gefahr, „dass andere Hersteller insbesondere aus China diese Chance ergreifen werden“. Auch wenn die eingeführten Strafzölle auf europäischer Ebene dies aktuell zu verhindern versuchten.

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