Westfalen Steigender Heliumbedarf erfordert weitere Investitionen

Redakteur: Rüdiger Kroh

Rund 4 Mio. Euro hat die Westfalen AG in ihre Heliumabfüllanlage investiert, die im Oktober 2007 in Betrieb ging. Jetzt besuchte Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, im Rahmen einer Presseveranstaltung das Werkin Hörstel.

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„Mit der Heliumanlage haben wir uns ein Stück Unabhängigkeit erkauft“, stellte Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender der Westfalen AG, die Bedeutung heraus. Und weil der Markt für das Edelgas weiterhin wächst, sind bereits Anschluss-Investitionen von fast einer halben Million Euro vorgesehen.

Anwendung findet Helium unter anderem als Schutzgas in der Schweißtechnik. Im Vergleich zu Argon hat es eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit, die zu einer gleichmäßig radialen Wärmeleitung im Lichtbogen führt. „Argon-Helium-Gemische mit bis zu 50% Helium-Anteil sind besonders beim Aluminiumschweißen eine Alternative zum Standardschutzgas Argon“, sagt Matthias Thume, zuständig für Schutzgastechnik im Bereich Schweißen und Schneiden der Westfalen AG. Gemeinsam mit einem Fahrzeughersteller hat man beim Tandemschweißen von Aluminiumblechen durch Argon-Helium-Gemische die Schweißgeschwindigkeit von 2,5 auf 2,95 m/min erhöht.

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