O(pel)weh! Stellantis befürchtet einen üblen Absatzeinbruch

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Verkäufe des schwächelnden Autokonzerns Stellantis sind im abgelaufenen dritten Quartal deutlich eingebrochen, wie die dpa erfahren hat.

Bei Stellantis schaut es nach neuesten Analysten nicht gut aus. Man rechnet mit einem krassen Absatzeinbruch. Der Stellantis-Chef Carlos Tavares greift jetzt durch. Einige Konsequenzen wurden bereits gezogen.(Bild:  Stellantis)
Bei Stellantis schaut es nach neuesten Analysten nicht gut aus. Man rechnet mit einem krassen Absatzeinbruch. Der Stellantis-Chef Carlos Tavares greift jetzt durch. Einige Konsequenzen wurden bereits gezogen.
(Bild: Stellantis)

Weltweit seien voraussichtlich 1,15 Millionen Autos des Konzerns Stellantis verkauft worden und damit rund ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor, so der VW-Rivale anhand von vorläufigen Schätzungen. Vor allem im lukrativsten und wichtigsten Markt Nordamerika brachen die Verkäufe deutlich ein, wie es weiter heißt. Mit rund 299.000 Fahrzeugen verkaufte Stellantis (unter anderem Peugeot, Citroen, Fiat, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo) auf diesem Markt etwa 36 Prozent weniger Autos. In Europa betrug das Minus 17 Prozent (insgesamt 496.000 Autos). Stellantis-Chef Carlos Tavares hatte Ende September seine Gewinnprognose radikal eingedampft, was natürlich die Anleger schockierte. Gründe für die Absatzschwierigkeiten seien vor allem die Probleme im lange so gewinnträchtigen Markt Nordamerika, wo derzeit zu viele Autos der Stellantis-Marken unverkauft auf den Höfen der Händler stehen. In den USA mache der Autobauer mit großen SUVs und Pick-ups üblicherweise den Löwenanteil de Stellantis-Gewinns aus.

Stellantis-Chef will nun hart durchgreifen ...

Tavares plant angesichts der unschönen Lage, strenge Konsequenzen zu ziehen, um die Händlerbestände in den USA bis Ende des Jahres auf höchstens 330.000 Fahrzeuge zu drücken. Dazu sollen die Auslieferungen des Konzerns in Nordamerika im zweiten Halbjahr um über 200.000 Autos gekappt werden, wie man erfährt. Ein Großteil des Verkaufsrückgangs in Nordamerika im dritten Quartal gehe darauf zurück. Vermehrt sollen auch Rabatte den Verkauf an die Kunden ankurbeln. Auch personelle Änderungen hat Stellantis infolge der Schieflage gezogen. So wurde die Finanzchefin Natalie Knight kurzerhand durch Doug Ostermann ersetzt, was schon vor ein paar Tagen durchsickerte. Tavares ist noch bis Anfang 2026 unter Vertrag und geht dann in den Ruhestand. Eine Nachfolge wird bekanntlich bereits gesucht.

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