Nachfolger gesucht! Stellantis-Chef Carlos Tavares hört auf

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Opel-Mutter Stellantis (auch Peugeot, Citroen, Fiat, Chrysler und Jeep) sucht nach neuer Führung. Denn der Vertrag von Konzernchef Carlos Tavares läuft nur noch bis Anfang 2026. Die Lage ist brenzlig.

Ein Wink zum baldigen Abschied! Der Stellantis-Chef Carlos Tavares wird nach Ablauf seines Vertrages in etwas mehr als einem Jahr in den Ruhestand gehen. Aber das ist noch nicht alles, was sich beim Automobilkonglomerat in der Führungsebene ändert ...(Bild:  Stellantis)
Ein Wink zum baldigen Abschied! Der Stellantis-Chef Carlos Tavares wird nach Ablauf seines Vertrages in etwas mehr als einem Jahr in den Ruhestand gehen. Aber das ist noch nicht alles, was sich beim Automobilkonglomerat in der Führungsebene ändert ...
(Bild: Stellantis)

Mit Ablauf seines Vertrages wird der bisherige Stellantis-Chef Tavares mit 66 Jahren in den Ruhestand gehen, wie es heißt. Nun sucht man nach einem neuen Leiter der Geschicke. Bereits jetzt berief Stellantis Santo Ficili zum neuen Chef der italienischen Marken Maserati und Alfa Romeo. Unterdessen soll der Chef der Marke Jeep, Antonio Filosa, zusätzlich das gesamte Tagesgeschäft in Nordamerika führen, wie man erfährt. Was der bisherige Nordamerika-Chef Carlos Zarlenga künftig tut, will der Konzern erst später bekannt geben.

Stellantis-Finanzchefin wird ersetzt

Das Unternehmen trenne sich außerdem mit sofortiger Wirkung von seiner Finanzchefin Natalie Knight, deren Nachfolger Doug Ostermann werde. Im September hatte Stellantis seine Gewinnerwartungen für dieses Jahr wegen Problemen im nordamerikanischen Markt und der schwachen Branchenlage zurückgeschraubt. Man geht demnach nun nur noch von einer um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinnmarge von 5,5 bis sieben Prozent aus. Bisher sollte ein zweistelliger Prozentsatz übrig bleiben.

Tavares kommentiert die Lage:

Tavares, schließt angesichts der Krise auch Werksschließungen nicht aus, woran auch die Konkurrenz aus China ihren Anteil hat. Wenn die Chinesen am Ende ihrer Offensive einen Marktanteil von zehn Prozent in Europa erreichten, bedeute das ein Volumen von 1,5 Millionen Autos. Das entspricht laut Tavares sieben Montagewerken. Die europäischen Hersteller müssten diese dann entweder schließen oder an die Chinesen übergeben. Zu den von der EU geplanten Strafzöllen auf chinesische Elektroautos sagte der noch amtierende Stellantis-Chef, dass China diese Barrieren umgehen wird, indem es in den Bau von Fabriken in Europa investiert. Tavares: „Wenn das geschehen ist, darf man sich nicht wundern, wenn Standorte geschlossen werden müssen, um die verschärften Überkapazitäten abzubauen.“

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