Differenzen Stellantis-Chef Tavares nimmt schon jetzt den Hut

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Der unter Problemen im wichtigen US-Markt und einer schwachen Branchenlage leidende Autobauer Stellantis muss früher einen neuen Chef suchen als gedacht, so die dpa ...

Der Stellantis-Chef Carlos Tavares hat hingeschmissen. Er wollte eigentlich erst 2026 sein Amt niederlegen. Lesen Sie hier, was zu seiner Entscheidung geführt haben soll ...(Bild:  Stellantis)
Der Stellantis-Chef Carlos Tavares hat hingeschmissen. Er wollte eigentlich erst 2026 sein Amt niederlegen. Lesen Sie hier, was zu seiner Entscheidung geführt haben soll ...
(Bild: Stellantis)

Der Stellantis-Chef Carlos Tavares trat, wie es heißt, nach Unstimmigkeiten über das weitere Vorgehen des Unternehmens zurück. Der Verwaltungsrat habe den Schritt akzeptiert. Zu Stellantis gehören unter anderem Peugeot, Citroen, Fiat, Opel, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo. Der Autokonzern hatte sich Mitte Oktober von seiner Finanzchefin Natalie Knight getrennt, nachdem man die Gewinnziele zusammenstreichen musste. Die Aktie geriet deshalb kräftig unter Druck. Sie verlor an der Euronext im frühen Handel über acht Prozent. Die Bilanz für den Aktienkurs in diesem Jahr ist tiefrot: Das Papier hat rund 45 Prozent eingebüßt.

Lagerbestandsabbau belastet zusätzlich

Branchenexperten nannten den Abschied von Tavares zum jetzigen Zeitpunkt zwar überraschend, verweisen aber darauf, dass der Portugiese spätestens Anfang 2026 ohnehin seinen Abgang geplant hat. Der Stellantis sei momentan auch dabei, die immensen Lagerbestände in Nordamerika zu reduzieren. Das sei ein Prozess, der sich noch bis weit ins kommende Jahr ziehen dürfte. Auch Preiszugeständnisse sollen dazugehören, was die Gewinne weiter belasten dürfte. Man vermutet, dass die Differenzen zwischen Tavares und dem Verwaltungsrat auch davon kommen könnten. Bereits im Oktober hatte der Volkswagen-Rivale mitgeteilt, dass die Suche nach einem Nachfolger für Tavares läuft.

Stellantis leidet auf mehreren Schauplätzen

Auf dem nordamerikanischen Markt spiele der Autobauer Stellantis mit großen SUVs und Pick-ups üblicherweise den Löwenanteil seines Gewinns ein. Doch derzeit stehen zu viele unverkaufte Autos auf den Höfen der Händler. Das schmälert wiederum die Verkaufspreise. Und auch in anderen Ländern ist die Lage auf den Automärkten eingetrübt, wenn man etwa an China oder Europa denkt, wo etwa die Nachfrage nach Elektroautos erheblich abgeflaut ist.

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