SIM-Karten-Gaunereien

Achtung! SIM-Betrügereien mit diversen Kartentypen aufgedeckt

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Je nach Herkunftsland kostet eine SIM-Karten-Verfikation mehr oder weniger

Die Kosten für eine SMS-Verifizierung hängen aber auch von den Herkunftsländern der verwendeten SIM-Karten ab. Besonders teuer waren wohl Verifizierungen mit SIM-Karten aus Japan (durchschnittlicher Preis von 4,93 Dollar), gefolgt von Australien (3,24 Dollar), der Türkei (2,54 Dollar) und von Malta (2,18 Dollar). Zu den günstigsten SIM-Karten-Herkunftsländern gehören die Vereinigten Staaten mit 26 Cent, Großbritannien mit 10 Cent und Russland mit acht Cent pro Verifizierung. Deutschland befände sich im Mittelfeld. Wenn eine SIM-Karte für die Verifizierung einem der vier deutschen Mobilfunknetze (Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica O2 sowie 1&1) zuzuordnen ist, werden demnach 63 Cent im Durchschnitt für eine Verifikation fällig.

Das Herkunftsland von SIM-Karten sollte überall transparent gemacht werden

In ihrer Studie regen die britischen Wissenschaftler auch eine Debatte an, ob die massenhafte Beschaffung und Verwendung von SIM-Karten nicht besser erschwert werden sollte. Sie verweisen etwa darauf, dass in Großbritannien seit April der Betrieb von sogenannten SIM-Farms ohne legitimen Grund nicht mehr erlaubt ist. Das sind technische Geräte, die gleichzeitig viele SIM-Karten enthalten können – oftmals mehrere Dutzende bis Hunderte von SIM-Karten. Damit ließen sich Massen-SMS versenden, Telefonnummern schnell wechseln und zahlreiche Verifizierungen vornehmen, um viele Online-Konten gleichzeitig anzulegen oder massenhaft betrügerische Phishing-Nachrichten zu verschicken, mahnen die Experten. Gleichzeitig fordert man die Betreiber der Plattformen auf, das Herkunftsland der SIM-Karte, das bei der Verifizierung verwendet wurde, transparenter zu machen. Bei Diensten wie Google, YouTube, Gmail, Facebook, Instagram, X, TikTok und LinkedIn sei das Land, in dem das Konto registriert ist, für andere Nutzer in der Regel bisher nicht sichtbar. Bei Messaging-Apps hingegen ist leicht zu erkennen, woher ein Konto stammt. Warum nicht auch bei den den Diensten?

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