Tribologie Superfinishen weiter verbessert
Supfina stellt bei der EMO Hannover 2013 auf Basis der überarbeiteten Cenflex1 neue Systeme zur Verbesserung der tribologischen Eigenschaften von Gleit- und Wälzlagern und zur Erhöhung der Prozesssicherheit vor.
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Beim Herstellen hochwertiger Gleit- oder Wälzlagerungen ist das Superfinishing, das Kurzhubhonen mit Stein oder Band, als letzter spanabhebender Prozess etabliert. Doch die Anforderungen an die Lager steigen. Dieser Trend wiederum erhöht unter anderem die Ansprüche an den Superfinish-Prozess, der die tribologischen Eigenschaften der Oberfläche definiert.
Superfinishen bekommt Piezo-Unterstützung
Mit dem piezo-unterstützten Strukturfinishen greift Supfina Tendenzen in der Motorenentwicklung auf, die Lageroberflächen hinsichtlich einer verbesserten Tribologie mit kleinen Vertiefungen zu versehen. Ein ähnliches Prinzip kommt bereits mit dem „Laser-Honen“ an Zylinderlaufbuchsen zum Einsatz. Aufgrund des Schmelzprozesses beim Lasern müssen die Zylinderlaufbuchsen im Nachgang konventionell gehont werden, womit das Laser-Honen einen zusätzlichen Schritt in der Fertigungskette darstellt. Supfina kombiniert mit dem neu entwickelten Strukturfinishen das Einbringen von Vertiefungen in die Oberfläche mit einem klassischen Finishprozess, wodurch hier keine zusätzliche Arbeitsfolge entsteht.
Beim Finishen von Kurbelwellen wird das Finishband mittels zweier Halbschalen auf die Oberfläche gepresst. Unter Rotation und kurzhubiger axialer Oszillation des Werkstückes werden die Lagersitze bearbeitet.
Hierbei entstehen durch die Körner des Werkzeugs auf der Oberfläche des Lagers umlaufende, sinusförmige Spuren, die sich kreuzen. Bedingt durch die immer schmaler bauenden Lagersitze heutiger Motoren sind die Freiräume für eine angemessene Oszillationsamplitude stark eingeschränkt.
Finishband erzeugt jetzt besondere Struktur
Beim Strukturfinishen wird in der Bearbeitungsschale ein über Blattfedern angehängtes Element eingelassen, welches mit einem Piezo-Aktuator verbunden ist. Der Piezo-Schwinger oszilliert während der Bearbeitung in vertikaler Richtung und drückt so abwechselnd das eingelassene Element oder die Halbschale selbst auf die Oberfläche. Durch das Abheben und Andrücken des Finishbandes mit einer hohen Frequenz wird der Schnitt in radialer Richtung ständig unterbrochen. Durch die besondere Struktur, die dieser Prozess erzeugt, kann die Drainagewirkung der Oberfläche reduziert und gleichzeitig das Ölrückhaltevolumen erhöht werden.
Supfina Grieshaber auf der EMO Hannover 2013: Halle 11, Stand B73
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